Bottroper Weihnachtsmarkt

Große Gaudi beim Eisstockschießen auf Bottrops Schalke-Bahn

Sie haben jede Menge Spaß: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der städtischen Abteilung für Wirtschaftsförderung beim Eisstockschießen.

Sie haben jede Menge Spaß: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der städtischen Abteilung für Wirtschaftsförderung beim Eisstockschießen.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Blau und weiß sind die prägenden Farben der Eisstockbahn auf dem Bottroper Rathausplatz. Erste Spieler tauften sie prompt nach den Königsblauen.

In hohem Tempo schießt der Eisstock von Frank Paluch über die schneeweiße Kunststoffbahn am Rande des Weihnachtsmarktes vor dem Rathaus. Ganz in der Nähe des blau markierten Zielkreises bleibt der blaue Knüppel stehen, die roten Eisstöcke rutschen erst einmal längst noch nicht so weit über den weißen Kunststoff. „Das ist hier eine Schalke-Bahn“, flachst der Mitarbeiter der Stadt zufrieden. So ziemlich das ganze Team aus der städtischen Abteilung für Wirtschaftsförderung tummelt sich kurz nach Feierabend an der Eisstockbahn.

„Die Leute haben richtig Spaß“, freut sich Adventsmarkt-Macher Holger Czeranski. „Bottroper Eisstock Gaudi“ verspricht die Tafel am Eingang ja auch. Gleich zum Auftakt des Weihnachtszaubers auf dem Rathausplatz sei es auf der zwölf Meter langen Eisstockbahn hoch her gegangen. Dabei liegt gar kein Eis auf den beiden mit Tannengrün voneinander getrennten Pisten. „Nach dem dritten Glühwein merkst Du sowieso nicht, ob Du den Eisstock über Eis oder Kunststoff schiebst“, scherzt der Bottroper. Doch die Entscheidung gegen echtes Eis hat auch ernsthafte Umweltgründe.

Veranstalter: Diese Eisstockbahn vergeudet keinen Strom und ist CO2-neutral

„Unsere Bahn hat große ökologische Vorteile. Wir haben hier noch verhältnismäßig hohe Plus-Temperaturen. Eine Eisbahn müsste mit viel Strom ständig unter dem Gefrierpunkt gehalten werden. Das wäre doch eine ziemlich große Energieverschwendung“, erklärt Stephan Kückelmann von der Firma 4 Points-Event, die den Bottroper Weihnachtszauber auch in diesem Jahr wieder auf die Beine stellt. Die Kunststoffbahn sei dagegen CO2-neutral und zu 100 Prozent wiederverwertbar. Ihre Firma hat sie daher guten Gewissens gekauft. „Der Bottroper Weihnachtszauber profitiert sicherlich von dem tollen Rathausplatz und den historischen Gebäuden drumherum, doch wir möchten den Besuchern auch mal etwas Neues bieten“, sagt Holger Czeranski.

Das Kunsteis wurde extra fürs Eislaufen und Eisstockschießen entwickelt und bringe auch Kostenvorteile mit sich. „Das Plus geben wir auch an unsere Besucher weiter. Sie können hier wesentlich günstiger Eisstockschießen als auf anderen Bahnen“, sagt Stephan Kückelmann. Schon ab 30 Euro pro Stunde können Besucher die Bahn buchen. Abends und samstags klettern die Preise auf 60 Euro. „Wir empfehlen, mit acht Leuten zu spielen. Die können sich die Kosten dann ja teilen“, sagt der Adventsmarkt-Macher. Ein gutes Werk tun die Spieler nebenbei auch, streicht Holger Czeranski heraus. Denn ein Teil der Einnahmen fließt an die Bottroper Hospiz-Stiftung.

Ehepaar will mit Freunden Bratwürste und Glühwein abtrainieren

Bei Sabine und Ralf Salenski musste das 4 Point-Team jedenfalls keine große Überzeugungsarbeit leisten. Das Paar hat sich seine Eisstockzeit längst gebucht. „Wir sind gern hier auf dem Weihnachtsmarkt“, sagt Ralf Salenski, und Curling mache ihm als Zuschauer ja auch Freude. „Und die Bratwürste, die wir hier essen, können wir dann gleich abtrainieren“, verrät Sabine Salenski augenzwinkernd, warum sie sich einen Platz auf der Eisstockbahn reserviert haben. Insgesamt zehn Spieler werden es am Ende sein. Klingt ganz nach Eisstock-Gaudi.

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