Berliner Platz

Gemeinden und Vereine präsentieren sich bei der Kirchenmeile

Bei der Kirchenmeile im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages gab es auf dem Berliner Platz zahlreiche Stände der Gemeinden, Vereine und Verbände, an denen die Bottroper mit einander ins Gespräch kommen konnten.

Bei der Kirchenmeile im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages gab es auf dem Berliner Platz zahlreiche Stände der Gemeinden, Vereine und Verbände, an denen die Bottroper mit einander ins Gespräch kommen konnten.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Die Kirchenmeile war am Samstag einer der Höhepunkte des Stadtkirchentages. Am Sonntag ging er mit einem Open-Air-Gottesdienst zu Ende.

Viele bunte Zelte prägten am Samstag das Bild bei der „Kirchenmeile“ auf dem Berliner Platz. Viele christliche Gemeinden, Vereine und soziale Verbände präsentierten sich mit vielfältigen Aktionen und Angeboten. Vieles drehte sich um die Heilige Schrift.

Beim Evangelischen Kirchenkreis konnte man sein Selfie einscannen und mit seinem Bibelspruch versehen. Bibelverse konnten auf kleinen Holzlatten sortiert werden, beim Bibelquiz gab es kleine Gewinne. Für ein Suchspiel waren Bilder von Schafen auf dem Platz versteckt. Bei der KFD bekamen die hungrigen Passanten Brote mit Schmalz, „Bergmannsstullen“. Bei der Integrationsagentur bekam man einen bunten Einkaufsbeutel, wenn man bereit war, auf die Tasche ein Wort zum Thema Integration zu schreiben.

Integrationseis kam bei den Leuten gut an

Auch das Integrationseis war ein großer Erfolg bei der Kirchenmeile auf dem Stadtkirchentag. Daniela von Bremen ist mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen: „Die Leute haben erfrischende Erfahrungen gemacht.“ Die Überraschung, bunte Smarties unten in das Hörnchen zu legen, sei ebenfalls gut angekommen: „Die Welt ist eben auch bunt.“

Oberbürgermeister Bernd Tischler probierte das Eis an der Bühne und fand „die Idee toll“, sie würde zur toleranten, weltoffenen Stadt Bottrop passen. Das Eis habe bei ihm schon gewirkt, er habe gerade auf dem Platz ein Gespräch mit Gästen aus Tansania geführt. Benjamin Eisenberg erklärte den Zuhörern die dahinterstehende Idee, über die Leckerei ins Gespräch zu kommen, um „das Eis zu brechen“ oder „aufzutauen.“

An der „Weißen Tafel“ blieben die Gäste aus

Auf der großen Bühne präsentierten sich viele Bottroper Kirchenchöre mit christlichen Liedern. Die Brauerstraße bot ein eher tristes Bild. Obwohl lange, weiß gedeckte Tische zum Zusammensitzen einluden, waren viele Plätze unbesetzt. Nur im vorderen Bereich in der Nähe der Post hatten es sich einige Besucher gemütlich gemacht und teilten ihr Essen miteinander.

Pastor Heinz-Bernd Meurer von der Freien Evangelischen Gemeinde und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), Veranstalter des Stadtkirchentages, erläuterte die an sich gute Idee: „Es gibt eine Tafel, jeder bringt was mit, man lädt sich gegenseitig und miteinander ein. Alle die vorbei kommen, sind herzlich willkommen.“ Immerhin hatten sich jesidische Flüchtlinge aus dem Irak auf Einladung zu den Gruppen gesetzt.

Am Stand der Best gab es zum Motto „bewusst genießen“ den Kaffee im Mehrwegbecher „Bottrop 100“. Zum stillen Verweilen und genießen luden die Sitzgelegenheiten des „grünen Zimmers“ oder die kleinen Liegestühle in der Platzmitte ein. Der Mehrgenerationenpark am Ehrenplatz gehörte an diesem Tag ausschließlich den Kindern, die sich auf der Hüpfburg, beim Kistenstapeln oder bei Spielaktionen vergnügen konnten.

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