Kirche

Evangelische Gemeinde Bottrop legt Konzeption vor

Foto: Michael Korte

Bottrop.   Das frisch gedruckte Heft stellt die vielfältigen Arbeitsbereiche der ev. Kirche in der Stadt vor: von Gottesdiensten bis zur Schulsozialarbeit.

Was macht eigentlich die evangelische Gemeinde? Als erste Anworten kommen da sicher jedem in den Sinn: Gottesdienste feiern, seelsorgerisch tätig sein, ansprechbar für die Gläubigen vor Ort sein. Wie viel mehr aber zu den Aktivitäten der evangelischen Gemeinde Bottrop gehört, wie vielfältig sie in die Stadtgesellschaft wirkt, erschließt sich jedem, der sich die frisch gedruckt vorliegende Gemeindekonzeption vornimmt.

„Die Evangelische Landeskirche von Westfalen erwartet von allen Gemeinden so eine Gemeindekonzeption“, erläutert Pfarrerin Anne Hanhörster, Vorsitzende des Presbyteriums, den Hintergrund der 81-seitigen Broschüre. Die Bottroper Kirchengemeinde sei mit rund 24 000 Christen die größte in Westfalen und habe eine „ziemlich einmalige Struktur“.

Rund 380 Mitarbeiter gibt es insgesamt

Alle Arbeitsbereiche der Gemeinde haben sich dargestellt, indem sie die Fragen beantworteten: Wer seid ihr? Was macht ihr? Was ist euer Konzept? Wo seht ihr euch in vier Jahren? Zu den Arbeitsbereichen zählen die Ev. Sozialberatung, die Schuldner- und Insolvenzberatung, Anlauf- und Beratungsstellen für Schwangere, Jugendliche, Zuwanderer, Flüchtlinge. Die evangelische Gemeinde ist Trägerin von Kitas, Großtagespflegestellen, Welcomegruppe für Flüchtlingsfamilien und Ganztagsbetreuung an Schulen. Betreuer und Schulsozialarbeiter wirken in ihrem Auftrag. Rund 380 Mitarbeiter gibt es, dazu weit über 1000 Ehrenamtliche.

Im zusammenfassenden Vorwort der Konzeption heißt es unter anderem: „Wir sind Kirche in Bottrop. Wir sind Kirche für Bottrop. Wir leben die Vielfalt.“ Und: „Unsere Angebote richten sich an alle Menschen in Bottrop, unabhängig von Religion und Konfession.“ Pfarrer Martin Rödel, der mit den Pfarrern Anne Hanhörster und Steffen Riesenberg die Schlussredaktion bildete, drückt es so aus: „Wir wollen unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Das ist auch eine Chance, weil wir darüber den Kontakt zu den Menschen bekommen und halten.“

Konzeption soll alle vier Jahre aktualisiert werden

Pfarrerin Anne Hanhörster erläutert den Ansatz des vorliegenden Druckwerks: „Wir wollten uns einmal im Ganzen darstellen, wie ein Fundament. Von dort aus wollen wir die Gemeinde immer fortentwickeln.“ Die Zukunft der Evangelischen Gemeinde in Bottrop und all ihrer Angebote, die möglichst aufrecht erhalten werden sollen, habe eine gewisse Offenheit. „Aber das macht nichts, denn wir sind ja gut begleitet.“

Den Kurs zu finden sei ein ständiger Prozess. Nicht von ungefähr endet die Konzeption mit dem Liedtext vom Schiff, das sich Gemeinde nennt, und den rechten Kurs zur Fahrt im weiten Meer sucht. Ungefähr im Takt der Kirchenwahlen, die alle vier Jahre stattfinden, wollen die Verantwortlichen deshalb auch die Konzeption aktualisieren.

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