Stadtkirchentag

Die Bottroper schlecken das bundesweit erste Integrationseis

Daniela von Bremen von der Integrationsagentur der evangelischen Kirche und Rino Micacchioni vom Eiscafé Da Rino stellen das bundesweit erste Integrationseis vor. Am Samstag gibt es das auf dem Berliner Platz.

Daniela von Bremen von der Integrationsagentur der evangelischen Kirche und Rino Micacchioni vom Eiscafé Da Rino stellen das bundesweit erste Integrationseis vor. Am Samstag gibt es das auf dem Berliner Platz.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Bottrop.   Integrationseis schlecken – das Eis brechen. Dies ist Samstag das Motto beim Ökumenischen Kirchentag in Bottrop. Ab 11 Uhr darf probiert werden.

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Anlässlich des Ökumenischen Kirchentages in Bottrop haben sich die Initiatoren etwas ganz besonderes ausgedacht: Das bundesweit erste Integrationseis! Zugegeben: Es sieht sehr ungewöhnlich aus. Das Hörnchen ist schwarz wie Kohle. Oben drauf thront zartgelb eine Kugel Vanille. Erstmals schlecken können die Bottroper das Integrationseis am Samstag bei der Kirchenmeile auf dem Berliner Platz.

Die süße Idee stammt von Daniela von Bremen von der Integrationsagentur der evangelischen Kirche im Bottroper Martinszentrum und Eismann Rino Micacchioni vom Café Da Rino am Berliner Platz. Eine Idee mit Hintersinn. Denn das weiße Eis im schwarzen Hörnchen soll Sinnbild dafür sein, dass man sich mit einem ungewohnten Anblick arrangieren und Skepsis über Bord werfen sollte, um mal was Neues, Überraschendes zu versuchen. „Oftmals leiten uns Vorurteile statt gemachte Erfahrungen. Da hilft nur, es mal miteinander zu probieren“, sagt Daniela von Bremen und meint nun weniger das Eis als vielmehr das Fremde, die Fremden.

Das eine Eis schlecken, das andere brechen

„Die Bottroper*innen sollen über das Eis ins Gespräch kommen und auftauen“, stellt sie sich vor. „Der Katholik spricht mit der Muslima, die Italiendeutsche unterhält sich mit dem Türkeistämmigen, die Schwarze parliert mit dem Weißen, oder der Geistliche philosophiert mit der Atheistin.“ Kurzum: „Das eine Eis soll geschleckt, das andere gebrochen werden.“ Und wer lange genug im Gespräch bleibe, werde am Ende positiv überrascht: „Die Welt ist bunt!“

Oberbürgermeister Bernd Tischler wird das Bottroper Integrationseis am Samstag um 14.30 Uhr auf dem Berliner Platz kosten. Den Auftakt macht bereits aber bereits um 11 Uhr Anke Maria Büker-Mamy, Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde (Bezirk Altstadt) nach einer kurzen Anmoderation von Kabarettist Benjamin Eisenberg. Und danach dürfen auch alle Bottroper probieren, die Lust haben, neue Erfahrungen zu machen und Überraschendes zu entdecken. Denn das Integrationseis birgt auch noch eine kleine Überraschung.

Integrationseis bleibt auch nach dem Kirchentag im Angebot

Das Integrationseis gibt es am Samstag gratis; die Initiatoren bitten jedoch um eine kleine Spende. Alle Eisessenden sollen einfach ins Spendenkörbchen werfen, was ihnen das Integrationseis wert ist.

Eismann Rino Micacchioni ist es auf jeden Fall einen weiteren Versuch wert: „Ich werde es auch nach der Kirchenmeile weiter verkaufen“, verrät er. Ein paar Kisten schwarzer Eishörnchen hat er schon bestellt. Die sind gerade bei Events sehr gefragt und werden zu seiner Überraschung von Bergeborbeck in Essen aus vertrieben. Für die Idee mit dem Integrationseis hat sich der Mann mit den italienischen Wurzeln schnell begeistern lassen, auch wenn er sich nicht in Deutschland integrieren musste. „Ich bin in Hattingen geboren“, verrät er. Einen Teil seiner Kindheit hat er allerdings in Italien verbracht.

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