Sanierung

CDU verärgert über RVR-Alleingang beim Revierpark Vonderort

Der Revierpark Vonderort auf der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen.

Foto: Hans Blossey

Der Revierpark Vonderort auf der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen. Foto: Hans Blossey

Bottrop.   Konzept zur Erneuerung des Revierparks entstand ohne lokale Beteiligung. Inhaltlich seien zwar gute Ideen dabei, doch es fehle die Transparenz.

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Das aktuelle Vorgehen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) löst beim Vonderorter CDU-Ratsherrn Christian Geise Sorgen aus. Der RVR hatte seine Zukunftsplanungen und die Pläne für den Revierpark Vonderort mit dessen Um- und Neugestaltungen öffentlich vorgestellt.

Der Verwaltungsrat blieb unbeteiligt, so die CDU-Kritik

Das in der Bezirksvertretung Süd erstmals den Bottroper Ratsvertretern vorgestellte Konzept war im Januar in Auftrag gegeben und im Juni bereits zum Wettbewerb „Grüne Infrastruktur NRW“ eingereicht worden. Der Verwaltungsrat der Revierpark Vonderort GmbH, der zu diesem Zeitpunkt noch im Amt war, blieb unbeteiligt, so die CDU-Kritik.

Die vom Rat der Stadt Bottrop für den neuen Beirat benannten Mitglieder wurden noch nicht einmal über das neue Konzept in Kenntnis gesetzt. „Wie der RVR unter diesen Voraussetzungen einen Beschluss der Stadt einfordern will, ist schon abenteuerlich“, meint Geise.

„Aus dem alten Aufsichtsrat soll ein Beirat gegründet werden“

Grundsätzlich ist Geise nicht gegen das Konzept. Es bietet inhaltlich durchaus einige interessante Ansätze. Doch die Gremien der neu gebildeten Freizeitgesellschaft (in der alle Revierparks konzentriert sind) haben sich noch gar nicht konstituiert. „Wir haben uns als Union in den Verhandlungen um die neue Freizeitgesellschaft dafür stark gemacht, dass die lokalen Gremien im Amt bleiben bzw. umgestaltet werden. Wir wollen den großen lokalen Sachverstand auch weiterhin in die Planungen einbringen. Daher soll aus dem alten Aufsichtsrat ein Beirat gebildet werden. Diese Bildung muss die Gesellschafterversammlung aber erst noch in ihrer konstituierenden Sitzung beschließen“, machte der stellvertretende CDU-Vorsitzende aus Vonderort, Michael Pricking, deutlich.

Pricking vertritt die Stadt Bottrop in der Gesellschafterversammlung der neuen Freizeitgesellschaft.

Auf den Südteil des Parks konzentrieren

Inhaltlich teilen Pricking und Geise viele der Zukunftsplanungen. So sei die Konzentration auf den Südteil des Parkes sicherlich nachvollziehbar, heißt es in der Stellungnahme der Vonderorter. Auch die Elemente von Natur und Bewegung finden seitens der Vonderorter CDU Zustimmung. Die Idee „Übernachten am Wasser“ setzt allerdings eine Sanierung der Toilettenanlagen und eine ergänzende Waschgelegenheit voraus.

„Es ist für junge Menschen bestimmt spannend, im Park zu zelten. Allerdings muss man vorher klären, ob das alles geht. Fragen rund um den entstehenden Müll, Grillen ja oder nein, Anmeldung der Camper - all das muss man beantworten können und zwar bevor man irgendwelche unabgesprochenen Pläne veröffentlicht“, machte Pricking deutlich.

Feindliche Übernahme

Negativ ist aus der Sicht von Christian Geise der unabgesprochene Alleingang des RVR. „Wir werden vor Ort angesprochen, und wir wollen und müssen in die Planungen einbezogen werden. Geschieht das in Zukunft nicht, ist die neue Gesellschaft mit den neuen Anteilsverteilungen schlicht eine feindliche Übernahme“, ärgert sich der CDU-Ratsherr. Man erwarte, dass in Zukunft in den Gremien der neuen Gesellschaft sauber, transparent und ordentlich gearbeitet wird.

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