Bundestagswahl

Briefwahl ist stark nachgefragt

Die Briefwahl läuft schon. Bereits 12 579 Bottroper haben die Unterlagen dazu beantragt.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Briefwahl läuft schon. Bereits 12 579 Bottroper haben die Unterlagen dazu beantragt. Foto: Sven Hoppe/dpa

Bottrop.   Verwaltung geht davon aus, dass ein neuer Höchststand erreicht wird bei der Abstimmung im Vorfeld. Andrang in anderen Städten ist noch größer.

12579 Bottroper haben bereits ihre Wahlunterlagen beantragt und wollen ihre Stimme zur Bundestagswahl im Vorfeld per Brief abgeben. Das entspricht 14,2 Prozent der Wahlberechtigten. Klaus Wenger, der verantwortliche Abteilungsleiter für Statistik und Wahlen bei der Stadt geht jedoch davon aus, dass noch weitere Anträge eingehen werden. Wie viele von denen, die Briefwahl beantragt haben und die Unterlagen zugeschickt bekommen haben, dann auch tatsächlich ihre Stimme abgeben, kann niemand vorhersagen.

Briefwahl bis Sonntag 18 Uhr

„Bei der letzten Bundestagswahl hatten wir 13 385 Briefwahlanträge.“ Das entsprach 14,9 Prozent war damals die höchste Briefwahlbeteiligung und es fehlen nur noch rund 800 Anträge, um diesen Rekord einzustellen. Wenger geht davon aus, dass diese Anträge noch bei der Verwaltung eingehen. Noch bis Freitag vor der Wahl, 18 Uhr könnten die Wähler ihre Unterlagen beantragen und per Brief abstimmen.

Bis Sonntag, 18 Uhr müssen die Stimmzettel dann ausgefüllt bei der Stadt angekommen sein. Punkt 18 Uhr am Wahlsonntag werden deshalb auch noch einmal die beiden Briefkästen an der Bezirksverwaltungsstelle in Kirchhellen und am Verwaltungsgebäude am Ernst-Wilczok-Platz 2 geleert. Die Helfer in den Wahlräumen können keine Briefwahlumschläge annehmen.

In anderen Städten ist der Andrang größer

Auch wenn Wenger damit rechnet, dass mehr Menschen Briefwahl beantragen werden als in den letzten Jahren, so ist der Trend in Bottrop doch nicht ganz so groß wie in anderen Städten. In Köln etwa ist der Ansturm so groß, dass der dortige Wahlleiter händeringend noch Wahlhelfer sucht, weil er mehr Helfer für die Auszählung der Briefwahl einsetzen möchte als für die Urnenwahl.

So groß ist der Andrang in Bottrop nicht. Dabei sei es diesmal noch einfacher, seine Briefwahlunterlagen anzufordern, sagt Wenger. Auf der Wahlbenachrichtigung ist ein kleiner QR-Code aufgedruckt. Der kann mittels Smartphone und einer geeigneten App eingescannt werden. Der Wähler muss sein Geburtsdatum ergänzen und nach einem Klick werden ihm die Unterlagen zugeschickt. Außerdem gibt es in der Stadt im Saalbau und in der Bezirksverwaltungsstelle in Kirchhellen zwei Briefwahlstellen, wo die Bürger sofort ihre Stimme abgeben können.

89 Wahllokale am Wahlsonntag

Warum die Zahl der Briefwähler in Bottrop trotzdem nicht so stark ansteigt wie in anderen Städten vermag Wenger nicht zu sagen. „Auch wir rechnen ja mit einem leichten Anstieg, liegen so gesehen im Landestrend.“ Ein Vorteil einer hohen Briefwahlbeteiligung aus Wengers Sicht: „Das macht das Auszählen in den Wahlräumen einfacher.“

Am Wahlsonntag werden in Bottrop 89 Wahllokale öffnen. Rund 860 Menschen sind dann für die Wahl in Bottrop im Einsatz. Davon rund 750 Wahlhelfer, die Hälfte sind Ehrenamtliche, die andere Hälfte Mitarbeiter der Verwaltung. Hinzu kommen weitere städtische Mitarbeiter, die aufgrund der Wahl arbeiten müssen.

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