Bergbau-Ampeln

Bottroper SPD-Vertreter wollen mehr Kumpel-Signale an Ampeln

Bergleute mit Helm auf dem Kopf und Grubenlampe in der Hand sollen im Herbst auch an fünf Ampeln in Bottrop aufleuchten.

Bergleute mit Helm auf dem Kopf und Grubenlampe in der Hand sollen im Herbst auch an fünf Ampeln in Bottrop aufleuchten.

Foto: Christophe Gateau/dpa

Bottrop.   Die Verwaltungsspitze in Bottrop gab Grünes Licht für fünf Bergbau-Ampeln. Damit geben sich Parteivertreter im Süden der Stadt nicht zufrieden.

An vorerst fünf Bottroper Ampeln werden künftig kleine Kumpel mit Grubenlampe in Rot oder Grün aufleuchten. Gegen die Entscheidung des Vorstandes der Stadtverwaltung regt sich jetzt allerdings Widerspruch. Vor allem den SPD-Vertretern wären das nämlich deutlich zu wenige Kumpel-Ampeln. „Ich gebe mich damit noch nicht zufrieden“, sagte Bezirksbürgermeister Helmut Kucharski (SPD) demonstrativ.

Der Vorschlag, auch in Bottrop Ampelleuchten mit den Bergmannsfiguren auszurüsten, kommt ja auch aus der SPD im Bottroper Süden. Die SPD-Vertreter griffen damit eine Initiative aus Duisburg auf, wo Oberbürgermeister Sören Link bereits die erste Bergbaufußgängerampel überhaupt eingeweiht hatte. Auch in Gladbeck leuchten mittlerweile längst Bergmännchen in Ampeln.

Die Idee stieß auf große Sympathie in Bottrop

Die Bottroper SPD-Vertreter waren mit ihrem Vorstoß auch auf große Sympathie in der Stadt gestoßen. Es erklärten sich spontan viele Bürger bereit, die Kosten für die Ausstattung der Ampeln mit den Bergmannsfiguren zu übernehmen. Allein die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE kündigte an, für sechs Ampeln zu spenden. Als erster hatte SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Göddertz eine Spende für eine Ampeln zugesagt.

Für mehr als doppelt so viele Ampeln, wie die Verwaltungsspitze jetzt mit den Kumpelfiguren ausstatten lassen will, liegen mittlerweile ernsthafte Spendenzusagen vor. „Wir haben schon noch ein paar Standorte mehr ins Auge gefasst“, sagte denn auch SPD-Sprecher Franz Ochmann in der Bezirksvertretung Bottrop-Süd. Für die SPD sei der Auftrag der Verwaltungsspitze nur ein Anfang. „Ich denke, das ist unsere Entscheidung“, sagte Franz Ochmann. „Wir könnten ruhig auch noch andere Stellen benennen und sollten das auch tun“, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Süd.

Behörden haben Sicherheitsbedenken

Die Bezirksvertreter hatten zuvor ja auch weit mehr Standorte vorgeschlagen, an denen bald Bergbau-Ampeln aufleuchten sollen. Nur in Kirchhellen sprach sich die Mehrheit der Bezirksvertreter komplett gegen die Ampelmännchen mit Grubenlampe aus.

Nach einer Überprüfung der von ihnen genannten Stellen, an der auch die Polizei mitwirkte, musste Beigeordneter Paul Ketzer allerdings mitteilen: „Viele der durch die Bezirksvertretungen vorgeschlagenen Signalanlagen kommen für eine Umrüstung nicht in Frage“. So seien Kombisymbole für Fußgänger und Radfahrer nicht eindeutig genug. Für die Ampeln am Fuhlenbrocker Markt und in der Innenstadt gab es kein Okay, weil sich dort ohnehin schon die Unfälle häuften. Oft fehlte es aber einfach auch an der technischen Machbarkeit.

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