Protestaktion

Bottroper Frauen erheben sich gegen Gewalt an Frauen

„Spreng Deine Ketten“ tönte es am Mittwoch

Foto: Thomas Gödde

„Spreng Deine Ketten“ tönte es am Mittwoch Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Frauenzentrum Courage lud ein zur Protestaktion „One Billion rising“. Viele Frauen machten mit und tanzten zu „Sprenge Deine Ketten“.

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Temperaturen frostig, Stimmung top! Rund 150 Frauen und paar Männer ließen den Pferdemarkt am Mittwoch Nachmittag mit ihrem Tanz erbeben. „Break the Chain“ – Sprenge Deine Ketten“ – tönte es über den Platz. Das ist die Hymne der weltweiten Protestaktion „One Billion rising“ gegen Gewalt an Frauen. One Billion – eine Milliarde – Frauen auf der ganzen Welt sind nämlich von Gewalt betroffen. Schon seit 2012 erheben sich Frauen auf der ganzen Welt am Valentinstag, um dagegen zu protestieren.

Das Frauenzentrum Courage hat die Tanzaktion jetzt bereits zum dritten Mal organisiert. „Es werden immer mehr“, freute sich Margret Kemper von Courage bei der Begrüßung über die wachsende Zahl der Teilnehmerinnen. „Es ist schön, dass diesmal auch so viele junge Frauen dabei sind Frauen verschiedenster Parteien, Religionen und Nationalitäten.“ Unterstützung bekam Courage diesmal von der Mädchentrommelgruppe der AGSB und dem „All Woman-Chor“ der Musikschule.

Tanzlehrer zeigte wie’s geht

Den Vortänzer gab wieder Marcel Kuzminska, Tanzlehrer bei der Tanzschule Frank, für alle, die die Choreographie nicht vorher zu Hause mit Hilfe eines Videos geübt hatten. „Acht Schritte vor“, erklärte der Tanzlehrer und klagte: „Es ist schwierig, mit eingefrorenem Gesicht zu sprechen.“ Zwei Durchgänge durften alle üben und Marcel Kuzminska versprach: „Wenn ihr das jetzt verstanden habt, ist der Rest ein Klacks.“

Die Temperaturen waren eisig am Mittwoch Nachmittag, aber warm tanzen half. Bei ein paar jungen Trommlerinnen und Tanzlehrer Marcel Kuzminska sogar so gut, dass sie kurzerhand ihre Winterjacken ablegten. Zwei Durchgänge wurden auch zur Musik aus großen Lautsprecher-Boxen flott durchgetanzt. Und am Ende gab es großen Jubel von allen Frauen und den paar Männern, die mit gemacht hatten und auch von denen, die nur am Rande standen und zugeschaut haben.

Zeitgleich fanden in 175 deutschen Städten ebenfalls Tanzaktionen statt. Und die Erde hat eines kleines bisschen gebebt.

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