Rotthoffshof

Biohof stand im Zeichen der Bienen und des Handwerks

Auch Ingo Backenecker und Iris Kehrer präsentieren beim Diakonie Bienenfest mit Handwerkermarkt auf dem Rotthofs Hof Bienenprodukte.

Auch Ingo Backenecker und Iris Kehrer präsentieren beim Diakonie Bienenfest mit Handwerkermarkt auf dem Rotthofs Hof Bienenprodukte.

Foto: Andreas Hofmann / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Beim Tag der offenen Tür präsentierte der Rotthoffshof der Diakonie nicht nur eigene Produkte. Auch Gäste stellten Natürliches und Gesundes vor.

Bienenfest auf dem Rotthofshof: Menschen, Kürbisse und Bienen T-Shirts soweit das Auge reicht. Jedes zweite Jahr lädt der Kirchhellener Biohof der Diakonie im September zum Tag der offenen Tür ein. Am Sonntag war es wieder soweit. Das diesjährige Motto „Bienenfest“ soll darauf hinweisen, dass der Biohof schon seit Jahren dem Natur- und Artenschutz besondere Aufmerksamkeit schenkt.

„Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass die diesjährige Tombola plastikfrei ist“, erklärt Sabine Ridderskamp, Hausleitung und Mitarbeiterin im begleitenden Dienst der Werkstatt. Unterstützer der Tombola sind z.B. der Bottroper Laden Allerlei Verpackungsfrei und viele Kirchhellener Händler, die sich mit Gutscheinen eingebracht haben. Außerdem gibt es handgemachte Trostpreise, wie Saatkugeln und Bienenwachskerzen. Besonderen Anklang finden bei den großen und kleinen Besuchern die vielen Mitmachangebote, wie Bienenhotels bauen nach NABU-Anleitung, Kürbisse selber ernten und Bienenholzschilder basteln. Oder wie wäre es mal mit einem selbstgemachten Lippenpflegeprodukt aus Propolis?

Wer sich gern künstlerisch betätigt, kommt bei der Kirchhellener Künstlerin Pia Frala auf seine Kosten. Gemeinsam mit dem Atelier Freihand erstellt sie vor Ort eine Collage aus 81 Keilrahmenbildern, die die Beschäftigte aller Bottroper Werkstätten zum Thema „Bienen“ vorbereitet haben und die nun mit den Bienenmarktbesuchern fertiggestellt wird. Und weil Selbermachen hungrig macht, darf auch in diesem Jahr das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen: Bei hausgemachtem Blechkuchen, Suppen und Würstchen in Bioqualität sowie veganen und vegetarischen Speisen lassen die Besucher es sich gut gehen.

Auch die Therapiepferde waren dabei

Wem Lust oder Energie zum Selbermachen fehlen, der kann auf dem Handwerkermarkt Strick- und Filzprodukte, Schmuck, Holzarbeiten und ökologisch nachhaltige Haushaltsmaterialien kaufen oder mit den historischen Traktoren, der Treckerfreunde Hünxe kleine Rundfahrten machen. Auf dem Höhepunkt des Festes erwartete die Besucher schließlich ein ganz besonderer Programmpunkt: Vier Mitarbeiterinnen des Sponsors „SureSecure“ zeigen ein Showprogramm das die Zuschauer in Staunen versetzt.

Wo sonst kann man schon eine Dressurkür im Damensattel oder Bodenarbeit mit Elementen der hohen Schule bewundern? Die coolsten sind aber die Therapiepferde des Rotthoffshofs. Da sie täglich mit behinderten Menschen arbeiten und im heilpädagogischen Reiten eingesetzt werden, nehmen sie den Ansturm der Kinder, die sich stündlich am Offenstall einfinden, gelassen hin.

Verschiedene Wege zur Nachhaltigkeit

Während Merle (9) und ihre Freundin Emmi (7) sich noch streiten, wer süüüßer ist, das Shetlandpony Sternchen oder die kluge Peppermint Patty, schauen sich ihre Mütter im Gemüsegarten des Biohofs um. „Vorgestern war ich auf der Klima-Demo und heute bin ich hier!“, lacht Merles Mutter, „Es gibt eben verschiedene Wege zur Nachhaltigkeit.“

Der Rotthoffshof

Der Rotthoffshof der Diakonie ist breit aufgestellt. Neben der biologischen Landwirtschaft mit Bioladen und Kartoffelschälbetrieb sind Produkte des Hofes auch in Bottroper Bioläden erhältlich.

Ein besonderes Thema ist das therapeutische Reiten, das auf dm Rotthoffshof in verschiedenen Teilbereichen angeboten wird, zum Beispiel im heilpädagogischen aber auch im rehabilitativen Bereich und für Menschen mit Behinderung. Info: www.diakonisches-werk.de

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