Ausstellung

Bilder zeigen den Kampf der Gezeiten

Eine Ausstellung mit Arbeiten der Malerin Anne Alings ist jetzt neu im Bürgerbüro im Rathaus zu sehen. Das Foto zeigt die Bottroper Künstlerin mit einem Ölbild aus ihrer Serie „Gezeiten“.

Eine Ausstellung mit Arbeiten der Malerin Anne Alings ist jetzt neu im Bürgerbüro im Rathaus zu sehen. Das Foto zeigt die Bottroper Künstlerin mit einem Ölbild aus ihrer Serie „Gezeiten“.

Foto: Funke Foto Services

Bottrop.   Die Bottroper Malerin Anne Alings zeigt ihre Arbeiten in einer Ausstellung im Bürgerbüro.In etwa 20 Werken geht es um Kraft und Schönheit der Natur.

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Abstrakt und doch immer auch realistisch: so kommen die meisten der Bilder von Anne Alings daher. Auch ihre Seebilder, von denen sie eine stattliche Zahl unter dem Titel „Gezeiten“ jetzt im Bürgerbüro des Rathauses zeigt, spiegeln nicht nur vor dem imaginären Auge das Spiel der Wellen und die Wucht der Brandung wider. Zwischendurch wird die Bottroper Malerin auch ganz konkret, wenn sie zum Beispiel eine Möwe zeigt, die seelenruhig auf einem von Wasser umtosten Poller sitzt.

Mitglied im Künstlerbund

Neben der Auseinandersetzung mit der unzählige Male überformten Landschaft der alten Industrieregion des Ruhrgebietes gilt ihr künstlerisches Augenmerk immer wieder der rauen Küstenlandschaft im Norden Deutschlands. Die Vogelwelt, die Inseln, der ständige Wechsel der Gezeiten und des Lichtes scheinen die gebürtige Bottroperin zu faszinieren.

Der weiche Pinselstrich scheint dabei nicht die Sache von Anne Alings zu sein. Die Linien sind oft hart. Feinste Risse durchziehen bei näherem Hinsehen teilweise ihre kräftigen, farbgesättigten Arbeiten. „Ich arbeite mit dem Spachtel, bearbeite auch die Farbe noch einmal, wenn sie fast schon angetrocknet ist, sonst gibt das nämlich bei zu frischer Ölfarbe nur Matsch“, sagt die Malerin, die seit dem vergangenen Jahr auch dem Künstlerbund Bottrop angehört, dessen Mitgliederinnen und Mitglieder im regelmäßigen Wechsel mit denen der Kunstgemeinschaft das Bürgerbüro künstlerisch bespielen.

Große Formate im Bürgerbüro

Die größeren Formate hängen dabei im eigentlich Bürgerbüro, auf den Wandflächen hinter den Schreibtischen der Mitarbeiter. Für Arbeiten, die auf Fernsicht angelegt sind, eine gute Lösung. Wer Details sehen möchte, ein wenig „hinter“ die Maltechnik schauen will, muss sich eben ein Herz fassen und hinter die locker gestellten Schreibtische gehen. „Ich glaube, unsere Kolleginnen und Kollegen gehen damit ganz locker um und haben Verständnis“, sagt Jürgen Terstegen, Leiter des Bürgerbüros.

Dagegen sind im Flur zwischen Rathaustrakt und Bürgerbüro nur noch kleinere Formate möglich. Und die müssen dazu noch hinter Glas gezeigt werden. „Das sind Brandschutzgründe“, sagt Anne Alings. Dabei hätte man dort die Möglichkeit, auch einmal ungewöhnliche Formate zu hängen, extrem quer, zum Beispiel, findet die Künstlerin. Aber durch die spezielle Konstruktion der Metallrahmen und es doppelten Glases, zwischen dem die Bilder nun fixiert sind, ergibt sich eine fast schwebender Eindruck der kleinen Szenen, denn zwischen Rahmen und Bild ist ein Freiraum, durch den die Struktur der dahinter liegenden weißen Wand sichtbar ist.

Studium der Malerei und Grafik

Die Grundlagen für ihre heutige künstlerische Arbeit legte Anne Alings, Jahrgang 1949, bereits während ihres Lehramtsstudiums in privatem Unterricht in verschiedenen Künstlerateliers, aber auch in Sommerakademien mit den Schwerpunkten Zeichnung, Porträtmalerei sowie Aquarell- und nicht zuletzt Ölmalerei. Danach schloss sie einen Diplomstudiengang für Malerei und Grafik an.

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