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Beim Punkfestival in der Heide wird der Park-Platz knapp

8500 Punkfans erwartet Veranstalter Alex Schwers vom 5. bis 7. Juli beim „Ruhrpott Rodeo“. Drei Tage lang werden sie Party machen.

8500 Punkfans erwartet Veranstalter Alex Schwers vom 5. bis 7. Juli beim „Ruhrpott Rodeo“. Drei Tage lang werden sie Party machen.

Foto: Heinrich Jung

Hünxe/Kirchhellen/Dinslaken.   Die Festivals „Out4Fame“ und „Ruhrpott-Rodeo“ teilen sich ab Ende Juni Bühne, Backstage und Logistik. Erst kommen die Rapper, dann die Punkfans.

Der Sommer wird laut in der Heide. Auf dem Festivalgelände neben dem Flugplatz steigt Ende Juni das Rap-Festival „Out4Fame“, ein Wochenende später treffen sich an gleicher Stelle die Punkfans zum „Ruhrpott Rodeo“. Für beiden Festivals läuft der Vorverkauf, beide Veranstalter wollen diesen Monat noch musikalische Kracher nachlegen. In bewährter Manier teilen sie sich kostensparend Bühne, Backstage und Logistik: Sie bleiben nach dem Rapfestival stehen, damit auch die Punker sie nutzen können.

Parzellen ausverkauft

Das ist Alex Schwers noch nie passiert. Anfang Februar war er zum ersten Mal ausverkauft. In diesem Sommer bietet er für Caravane und Wohnwagen erstmals acht mal fünf Meter große Parzellen an. Und die waren schon zu Jahresanfang ausgebucht. Sechs Wochen lang war Schwers auf der Suche nach zusätzlichen Flächen. „Seit Montag habe ich 150 neue Parzellen. Über 600 Caravan-Tickets sind schon weg. Ich versuche, noch eine weitere Fläche anzumieten. Aber das wird schwierig. Sag den Leuten, sie sollen schnell zuschlagen.“

Der Vorverkauf läuft gut, sagt Schwers. Er erwartet vom 5. bis 7. Juli rund 8500 Punkfans, die drei Tage lang amtlich Party machen werden. Zum Beispiel zur Musik der Amipunker „D.I.“, die Schwers zum ersten Mal seit 1993 wieder nach Europa holen konnte.

Aber der Veranstalter freut sich

auch auf alte Bekannte wie „Sondaschule“ und „Millencolin“, die 2014 die Heide gerockt haben. „Einen fetten Headliner“ wird er in den nächsten Wochen noch verkünden. Besucherrekorde peilt er damit nicht an: „Wir wollen ein kleines, feines Punkfestval bleiben.“

Glücklich in Hünxe

Veranstalterkollege Carlos Wind von Festival „Out4Fame“ (28. bis 30. Juni) hat andere Sorgen. Sein Team hat immer noch zu kämpfen mit dem „Dortmund-Desaster“, wie er den Ausflug 2017 in den Revierpark Wischlingen bezeichnet. Aber so langsam wird es wieder, sagt er: „Wir sind glücklich, wieder in Hünxe zu sein. Wir haben unser Team neu aufgestellt. Unsere Zahlen und Bewertungen auf Facebook werden wieder besser. Es geht in die richtige Richtung.“

Wie in den Vorjahren werden die Macher des mit fünf Jahren noch jungen Formats einen Zielgruppen-Spagat hinlegen. Vor allem am Freitag werden sie jungen Deutschrap-Künstlern eine Bühne geben; Samstag und Sonntag sind dann die internationalen Stars dran, deren Namen Carlos Wind am 15. April verkünden will. Er verspricht den Fans: „Wie jedes Jahr werden wir Euch im Line Up ein bunt gemischtes Repertoire an Deutschrap und US Rap Artists präsentieren.“

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