Wettbewerb

Auszeichnung für Künstler der Bottroper Rheinbabenwerkstatt

Werner Bönigk, Ingo Meier (Atelier Freihand) Margret Eikam (v. l.) von der Rheinbabenwerkstatt freuen sich über die Auszeichung, die Sabine Feldwieser vom Verein „Die Wortfinder“ überreicht.

Werner Bönigk, Ingo Meier (Atelier Freihand) Margret Eikam (v. l.) von der Rheinbabenwerkstatt freuen sich über die Auszeichung, die Sabine Feldwieser vom Verein „Die Wortfinder“ überreicht.

Foto: Veit Mette

Bottrop.  Bei einem Kunstwettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung werden zwei Bottroper ausgezeichnet. Ihre Werke werden nun veröffentlicht.

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Die Wortfinder Werner Bönigk und Margret Eikam vom Atelier Freihand der Rheinbabenwerkstatt in Bottrop zählen zu den zehn strahlenden Preisträgern eines im deutschsprachigen Raum ausgerufenen Kunstwettbewerbs für Menschen mit einer so genannten geistigen Behinderung. Der Bielefelder Verein „Die Wortfinder“ hatte den Wettbewerb im Mai ausgerufen.

Der 2010 gegründete gemeinnützige Verein „Die Wortfinder e.V.“ fördert die Literatur und das Kreative Schreiben von besonderen Menschen und Menschen in besonderen Lebenslagen. Unter anderem führt er jährlich einen Literaturwettbewerb für Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung durch. Die Texte der Preisträger erscheinen in einem Literarischen Kalender.

Eine Jury hat die besten Bilder ausgewählt

Im Mai startete der Verein ein neues inklusives Kunst- und Literaturprojekt. Das für 2019 bis 2022 geplante Projekt „Heraus mit den Sprachen!“ bindet rund 1000 Menschen mit unterschiedlichsten Sprech- und Schreibmöglichkeiten ein: Von Menschen ohne Laut- und Schriftsprache bis hin zu professionellen Autoren. Bilder von Künstlern, die selbst nicht schreiben und sich auch verbal nur eingeschränkt zu ihren Werken äußern können, bilden die Grundlage.

Eine Jury aus vier Museumsdirektoren und Sabine Feldwieser, der Vorsitzenden des Vereins Die Wortfinder, hat dafür aus rund einhundert Bewerbungen zehn Künstler ausgewählt. Diese sind in verschiedenen Orten Deutschlands, in Österreich und der Schweiz zuhause. Darunter auch Werner Bönigk und Margret Eikam aus der Bottroper Werkstatt.

Schreibwerkstätten entwickeln nun Texte zu den Bildern

Zu ihren Bildern entstehen in inklusiven Schreibwerkstätten Texte. Die Schreibwerkstätten finden an zehn Orten im deutschsprachigen Raum statt. Menschen jeden Alters mit und ohne Behinderung können daran teilnehmen. Durch die Einbindung von Mitarbeitern der regionalen Behinderten- und Bildungseinrichtungen ist das Projekt von vornherein auf Nachhaltigkeit angelegt. Die Mitarbeiter werden während der Schreibwerkstätten geschult, so dass sie die Arbeit später fortsetzen können.

Zehn bekannte deutschsprachige Autoren, unter anderem Peter Stamm und Thommie Bayer, verfassen ebenfalls Texte zu den ausgewählten Bildern. Aus den Bildern und Texten entsteht ein schön gestaltetes Buch. Zahlreiche Menschen kommen so mit der Vielfalt der Gedanken, Wort- und Bildsprachen von Menschen mit kognitiv-intellektueller Behinderung in Berührung.

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