Meisterwerke

Am Freitag endet die Bibelausstellung in der Kulturkirche

Eine Bibelausstellung mit außergewöhnlichen Objekten, darunter ein Teil des Leporellos zur Wiedmann-Bibel, begleitet den Ökumenischen Stadtkirchentag

Eine Bibelausstellung mit außergewöhnlichen Objekten, darunter ein Teil des Leporellos zur Wiedmann-Bibel, begleitet den Ökumenischen Stadtkirchentag

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.   In der Bottroper Kulturkirche Kreuz ist auch die „Digitale Wiedmann-Bibel“ mit 3333 Bildern zu sehen. Sie befindet sich auf einer Weltreise.

Die Bottroper Kulturkirche Heilig Kreuz zeigt im Rahmen des gegenwärtigen Ökumenischen Stadtkirchentages eine Ausstellung rund um die Bibel. Margit Jung, die als Bibelsammlerin viele Ausstellungstücke beigetragen hat, ist begeistert: „Aus einer spontanen Idee ist dies geworden.“ Prunkstück der Ausstellung ist die „Wiedmann-Bibel“, die weltweit einzige digitale Bibel mit einer riesigen Bilderfülle.

Wilhelm „Willy“ Wiedmann, ein Stuttgarter Maler und Musiker, hat in 16 Jahren 3333 Bilder zu dieser Bibel gemalt. Nach

seinem Tod sichtete sein Sohn Martin das Lebenswerk seines Vaters und hatte die Idee, diese Bildermenge zu digitalisieren. Inzwischen ist diese Bibel unterwegs auf Weltreise und kam aus zuletzt Amerika nach Bottrop. Die gesamten Bilder gibt es auch als Leporello mit einer Länge von mehr als 1,2 Kilometern. Es wurde als längstes gemaltes Bild ins Guiness-Buch aufgenommen. Ein Teil des Leporello wurde bei der Ausstellungseröffnung zum ökumenischen Stadtkirchentag am Montag gezeigt, an der auch Martin Wiedmann teilnahm.

Viele weitere Bibeln sind ausgestellt

Neben diesem außergewöhnlichen Werk sind viele weitere Bibeln ausgestellt. Zu sehen sind Schmuckbibeln wie die Vatikanbibel mit Bildern aus der Sixtinischen Kapelle oder die Bibel der Moderne mit Beiträgen zeitgenössischer Künstler. Auch Bibeln mit Bildern von Chagall, Rembrandt oder Dali sind zu sehen.

Unter dem Lupendeckel steckt die Schmugglerbibel

In einem kleinen Behälter mit Lupendeckel befindet sich eine „Schmugglerbibel“, die nur drei Zentimeter breit ist. Sie konnte heimlich dorthin mitgenommen werden, wo Bibeln nicht erlaubt waren. Ein weiteres Schmuckstück ist das kleinste Buch der Welt. Auf nur 3,5 x 3,5 Millimetern enthält es das „Vater unser“ in sieben Sprachen.

Angebote für Kinder

Im ehemaligen Altarraum gibt es vormittags Angebote für Kindergärten und Schulen. Dort werden unter dem Motto: „Wir sind die Bibelentdecker“ die biblischen Geschichten für Kinder lebendig und (be)greifbar gemacht. In kleinen Erzählzelten werden Bibelgeschichten vorgetragen und können anschaulich mitempfunden werden. Für Mitorganisatorin Margit Jung ist dieser Teil ein wichtiges Element der Ausstellung: „Kinder sind unsere Zukunft. Wir haben die Aufgabe, den Glauben weiterzugeben.“

Hörbuchecke mit Promi-Stimmen

Eine Schmökerecke lädt mit gemütlichen Sesseln zum Verweilen ein, eine Videoecke bietet mit bewegten Bildern Begegnungen mit Originalschauplätzen des Heiligen Landes. Wer viel Zeit mitbringt, kann sich in der Hörbuchecke von prominenten Schauspielern vorlesen lassen.

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