Verbrechen

Streit im Obdachlosenheim: Mann nach Messerattacke in U-Haft

Mit einem Küchenmesser (Symboldbild) soll der Beschuldigte zugestochen haben.

Mit einem Küchenmesser (Symboldbild) soll der Beschuldigte zugestochen haben.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Bochum.   Nach einer Messerattacke in einer Obdachlosenunterkunft in Wattenscheid sitzt ein 46-Jähriger in U-Haft. Das Opfer hat nur mit Glück überlebt.

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In einer Obdachlosenunterkunft im Wattenscheider Westen ist ein Bewohner so schwer durch ein Messer verletzt worden, dass er jetzt auf der Intensivstation liegt. Die Kripo hat eine Mordkommission eingerichtet. Der Tatverdächtige ist einschlägig vorbestraft, wie die WAZ- erfuhr.

Die blutige Attacke ereignete sich am Dienstag gegen acht Uhr, wie die Polizei am Mittwoch bekanntgab. Den Angaben zufolge waren zwei Bewohner in der Unterkunft an der Hohensteinstraße, ein 46-jähriger und ein 30-jähriger Mann, in Streit geraten. Worum es dabei ging, ist unklar.

Derzeit keine Lebensgefahr

Jedenfalls soll der 46-Jährige dem Kontrahenten mit einem Küchenmesser viele Schnittverletzungen im Gesicht und am Hals zugefügt haben. „Bei der Art der Verletzungen dürfte es glücklichen Umständen zu verdanken sein, dass der Mann die Tat überlebt hat“, sagte Staatsanwalt Danyal Maibaum zur WAZ. Derzeit schwebt das Opfer nicht in Lebensgefahr. Es hat auch Knochenbrüche im Gesicht erlitten. Der Verdächtige wurde noch in der Unterkunft festgenommen.

Das Amtsgericht ordnete U-Haft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags an. Bereits vor rund zehn Jahren war der Beschuldigte ebenfalls wegen versuchten Totschlags in Bochum zu 4,5 Jahren Haft verurteilt worden. Auch damals hatte er jemanden mit einem Messer in einem Hausflur angegriffen. Wegen Drogenkonsums war er vermindert schuldfähig. Eine angeordnete Therapie in der Haftzeit scheiterte.

Zum aktuellen Vorwurf schweigt er.

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