Lieferdienst

Startup Flaschenpost liefert Getränke jetzt auch in Bochum

Niederlassungsleiter Kai Lange (li.) und Marketing Officer Christopher Huesmann im Bochumer Lager von Flaschenpost.

Niederlassungsleiter Kai Lange (li.) und Marketing Officer Christopher Huesmann im Bochumer Lager von Flaschenpost.

Foto: Bastian Haumann

Bochum.   Der Getränke-Lieferdienst Flaschenpost hat sein Geschäft auf Bochum ausgeweitet. Der Dienst beschäftigt schon mehr als 100 Mitarbeiter in Werne.

Das Internet-Startup-Unternehmen Flaschenpost ist jetzt auch in Bochum aktiv. Der 2016 in Münster gegründete Getränkelieferdienst hat dazu im Stadtteil Werne eine Lager- und Logistikfläche gemietet und liefert von dort Getränke im gesamten Stadtgebiet aus.

In der 5600 Quadratmeter großen Lagerhalle, die früher von einer Speditionsfirma genutzt wurde, stapeln sich nun seit wenigen Wochen Bier-, Cola- und Wasserkisten, weiße Lieferfahrzeuge verlassen im Zehn-Minuten-Takt das Gelände. Den Überblick über die rund 1000 Artikel hat Niederlassungsleiter Kai Lange.

Zusammen mit dem 47-Jährigen beschäftigt Flaschenpost über 100 Mitarbeiter in Bochum und will weiter wachsen. „Unser Ziel ist es, über 400 Personen zu beschäftigen“, so Lange. Außerdem soll auch der Fuhrpark von derzeit 50 Lieferwagen auf 100 Autos erweitert werden.

Lieferung in 120 Minuten

Die Geschäftsidee des Unternehmens ist denkbar simpel: Über eine Webseite können Kunden Getränkekisten bestellen. Das Unternehmen liefert diese dann in 120 Minuten direkt an die Haustür und nimmt auch das Leergut wieder mit – ohne Liefergebühr.

Ein System, das sich nur lohnt, weil das Unternehmen an anderer Stelle sparen kann, wie Marketing-Mitarbeiter Christopher Huesmann erklärt. „Wir kaufen die Produkte direkt beim Hersteller und verzichten auf teure Zwischenlagerung.“ Stattdessen werden die Kisten direkt in Werne gelagert, gepackt und an die Kunden geliefert. „Wir sind extrem glücklich mit dem Objekt. Vor allem die Anbindung ist gut“, sagt Lange über die Lagerhalle.

Aktuell rund 500 Aufträge pro Tag

Derzeit bearbeitet Flaschenpost in Bochum rund 500 Aufträge am Tag. Auch hier sind die Ziele hoch gesteckt: Bis zu 2000 Aufträge täglich will Kai Lange in Bochum erreichen. Der Kundenstamm sei dabei bunt gemischt, so Huesmann.

Von der Seniorin, die zwei Kästen Wasser bestellt, über das Großraumbüro mit 20 Kästen Sprudel oder die WG-Party am Freitagabend, die Bier und Chips ordert. Sie alle haben einen Wunsch, sagt Huesmann: „Die Kunden erwarten heutzutage Geschwindigkeit. Wir geben alles, um die Lieferzeit einzuhalten.“

Getränkemarkt ist stark regional geprägt

Denn das macht offenbar das Erfolgsrezept von Flaschenpost aus. Mittlerweile ist das Startup in acht großen Städten vertreten und wächst weiter. Erst kürzlich hat man eine Halle im Duisburger Hafen angemietet und plant Liefergebiete in anderen Revierstädten.

Wichtig dabei sei immer auch die regionale Besonderheit im Angebot: „Der Getränkemarkt ist stark regional geprägt“, so Huesmann. Deshalb ist das Angebot in jeder Stadt anders, erklärt Kai Lange. „Bochum ohne Fiege würde nicht funktionieren.“

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