Langzeitarbeitslosigkeit

Sozialer Arbeitsmarkt läuft in Bochum ordentlich an

Zufrieden mit den Auftakt des Sozialen Arbeitsmarkts in Bochum ist Frank Böttcher, Geschäftsführer des Jobcenters. 200 Langzeitarbeitslosigkeit haben dank der neuen Fördermöglichkeit „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ seit Anfang des Jahres eine sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten.

Zufrieden mit den Auftakt des Sozialen Arbeitsmarkts in Bochum ist Frank Böttcher, Geschäftsführer des Jobcenters. 200 Langzeitarbeitslosigkeit haben dank der neuen Fördermöglichkeit „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ seit Anfang des Jahres eine sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   6500 Bochumer sind langzeitarbeitslos. Die „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ eröffnet vielen eine Perspektive. 200 haben seit Jahresanfang einen Job.

Zehn Wochen nach Einführung des Sozialen Arbeitsmarkts zeigen sich in Bochum erste Erfolge. 200 Langzeitarbeitslose haben seit Anfang 2019 einen Job angetreten und gehen nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit wieder einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach. Allein 181 von ihnen bekommen eine fünfjährige Förderung. Es geht um Arbeitsstellen in der Regel für Helfertätigkeiten über viele Branchen hinweg: vom Baugewerbe über die Gastronomie bis zum Handel.

„Ich bin zufrieden mit diesem Start“, sagt Jobcenter-Geschäftsführer Frank Böttcher, dessen Haus begonnen hat, 2500 Klienten perspektivisch auf den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Erfreulich sei das große Interesse auf der Arbeitgeberseite. „Es gibt 293 Stellenangebote, 81 von gewinnorientierten Firmen.“

Elektrotechniker kann nun bis zur Rente arbeiten

Es sind Männer wie Dieter Steffan, die von der „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ profitieren. Der Elektrotechniker kann nun bis zu seinem Renteneintritt arbeiten. „Für mich bedeutet das Planungssicherheit“, so Steffan. Auch sein Arbeitgeber, die Krisenhilfe, schätzt die Förderung, die im ersten Jahr 100 Prozent der Lohnkosten umfasst, und überlegt nun, einen weiteren Beschäftigten einzustellen.

Ein wenig hinterher hinkt noch die Stadt Bochum. Sie hat einen Bedarf von 130 Stellen im Konzern, d.h. bei der Stadt und ihren Tochterunternehmen, festgestellt. 50 Jobs will sie bald vergeben, für weitere 80 hat sie Interesse signalisiert.

8,5 Millionen Euro stehe für Langzeitarbeitslose in diesem Jahr zur Verfügung

Allerdings müssen noch einige Hürden gemeistert werden. Nach dem vom Rat beschlossenen Beitritt zur Arbeitsförderungsgesellschaft Gafög prüft deren Geschäftsführung gerade Details. Und dann müssen noch die Gremien der anderen Gesellschafter entscheiden. Im April oder Mai sollen dann aber auch Jobs an Bochumer Langzeitarbeitslose über die Gafög vergeben werden.

Insgesamt stehen allein 2019 etwa 8,5 Millionen Euro für Langzeitarbeitslose zur Verfügung, Geld für mindestens 300 Vollzeitstellen aus dem Teilhabegesetz.

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