Urbane Künste Ruhr

Ruhrgebiet wird zur Spielwiese für Künstler aus aller Welt

Im vom Kunstverein Bochum genutzten Haus der Kortum-Gesellschaft sahen sich Céline Berger und Katrin Winkler aus dem Urbane-Künste-Residenzprogramm schon mal in Bochum um.

Im vom Kunstverein Bochum genutzten Haus der Kortum-Gesellschaft sahen sich Céline Berger und Katrin Winkler aus dem Urbane-Künste-Residenzprogramm schon mal in Bochum um.

Foto: Roland Baege

Bochum.  Urbane Künste Ruhr begrüßt in diesem Sommer wieder Künstler aus aller Welt im ruhrgebietsweiten Residenzprogramm. Bochum ist mit dabei.

Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr: Die Ruhr.2010-Nachfolgeorganisation begrüßt in diesem Sommer wieder Künstler aus aller Welt bei ihrem Residenzprogramm. Bochum ist bei dem ruhrgebietsweiten Projekt vertreten.

Zum zweiten Mal werden insgesamt zehn internationale Künstler/innen eingeladen, im Ruhrgebiet zu leben und zu arbeiten. Diesmal rücken Kreative in den Fokus, die sich in ihrer Arbeit im weitesten Sinne mit dem „Klima“ auseinandersetzen: der thematischen Klammer des Urbane-Künste-Projekts „Ruhr Ding“, das dieser Tage zu Ende ging und im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

16 Häuser nehmen teil

Die dreimonatigen Residenzen sind an den Verband „Kunst Vereine Ruhr“ gebunden. Die Kunstvereine haben Erfahrungen in vielfältigen Residenzprogrammen gesammelt und bieten mit 16 über das ganze Ruhrgebiet verteilten Häusern gute Möglichkeiten zur Vernetzung.

Vom 1. Juli bis 30. September kommen Nastassja Simensky aus England und das japanisch-deutsche Duo Kyoco und Nico Alexander Taniyama ins Ruhrgebiet. Simensky setzt bewegte Bilder, Schrift, Musik und Performance ein, um ein materielles Verständnis von Politik und Geschichte zu entwickeln.

Risiken und Konsequenzen

Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2019 sind Ana Alenso aus Venezuela und Marianna Cristofides aus Zypern zu Gast. Alensos Arbeiten zielen darauf ab, die globalen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken und Konsequenzen des Abbaus von Bodenschätzen sichtbar zu machen. Cristofides beschäftigt sich mit Spuren unterschwelliger Gewalt in räumlichen Gefügen und Manifestationen von prekären Lebenslagen.

Genaue Beobachtung

Vom 1. Januar bis 31. März 2020 werden Angharad Williams aus Wales und Etienne Dietzel aus Deutschland dabei sein. Williams arbeitet multidisziplinär, während sich Dietzel der Fotografie zuwendet. Der ehemalige Steinmetz formt in seine Arbeiten aus genauen Beobachtungen modellhafte Abstraktionen.

Von 1. April bis 30. Juni 2020 kommen Jackie Karuti und Thomas Taube ins Ruhrgebiet. Karuti thematisiert in ihren Werken die Produktion von Wissen und deren Zugänglichkeit. Taube löst das Medium Film von seinen linearen und stringenten Erzählstrukturen.

Die zwölfmonatigen Residenzen wurden an die Künstlerin Euridice Kala (Frankreich/Mozambique) und an den Fotografen Mohamed Altoum (Sudan) vergeben. Beide Residenzen sind verknüpft mit dem 2015 ins Leben gerufenen, gemeinsamen Projekt „Silent University Ruhr“.

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