Thealozzifest

Nicht nur Trauer: Kunstwerke zeigen auch in die Zukunft

Der Gitarrist und Entertainer Wolfgang Bachmann spielte mit weiteren Musikern beim Thealozzifest.

Der Gitarrist und Entertainer Wolfgang Bachmann spielte mit weiteren Musikern beim Thealozzifest.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Stahlhausen.  Das Kulturhaus Thealozzi präsentierte beim Sommerfest Werke aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aber auch die Trauer fand ihren Platz.

Unter dem Motto „Play small stay great“ feierte das Thealozzihaus in diesem Jahr zum 30. Mal das Thealozzifest. Die Künstler und Mitwirkenden des Hauses zeigten einen Querschnitt von dem, was sie auf der Bühne als Musiker oder Schauspieler zu bieten haben. „Viele kleine Beiträge zeigen die Größe des Gesamten“, so Giaumpiero Piria. Er selbst ist Schauspieler und leitet eine Kindertheatergruppe im Thealozzihaus.

Mehrere Räume sind bunt dekoriert. Es gibt ein Café und ein kostenloses Buffet. Aus der 1. Etage ist Musik zu hören. Die Sunday Morning Band spielt vor vollen Reihen im Theatersaal. Der Kinderact spielt eine bunte Mischung an Liedern und hört sich dabei ziemlich professionell an. „Die haben ja absolutes Talent, die Kleinen“, sagt eine Zuschauerin während sie für die Kinder applaudiert. Die Gruppe hat sich im hauseigenen Sommercamp gegründet und probt, wie der Name verrät, immer Sonntagmorgens.

Geschichte des Hauses

Das Thealozzifest präsentiert in diesem Jahr Kunstwerke aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bei einer Art Archiv–Ausstellung etwa können Besucher sich über die Geschichte des Hauses, seine Gründer und Künstler informieren.

Auch in Werke, die erst im Oktober dieses Jahres Premiere feiern, geben die Künstler einen Einblick: So zeigen André Dinter und Sahar Raie Auszüge aus ihrer neuen Produktion „Comedy meets Kabarett – Die Mischung macht’s“, welche im Oktober auf dem Inclusivfestival der Rübühne Premiere feiert.

Von Schlagzeug bis Gesang

Für noch mehr Unterhaltung an dem Abend sorgen Uwe Kellerhof mit einem Schlagzeugsolo, Milli Häuser singt Ausschnitte aus ihrem Programm oder die aktuelle Produktion einer Theatergruppe „der Supermarkt-Groteske Hysterikon“.

Traurige Momente

Das Fest blickt aber auch auf die traurigen Momente. „Wir trauern in diesem Jahr auch ein bisschen“, sagt Piria: Der Tanzraum zeigt eine Ausstellung, die an Gudrun Gerlach erinnert und an die „Schönheit, Buntheit und Vielfalt“ ihres Lebens und ihrer Arbeit im Thealozzihaus. Gezeigt werden unter anderem Schminkkoffer, Theatertexte und Plakate ihrer Werke als Regisseurin. Die Mitbegründerin des Kulturhauses verstarb im August. An der Wand hängen emotionale Erinnerungen und Danksagungen an Gerlach und an ihren Mann Axel Walter, der bereits seit 2018 als vermisst gilt. Ihm zu Ehren tragen Hausmitglieder Leseauszüge mit dem Titel „Café Demenz“ seines jüngsten Theaterstücks vor.

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