Klassik

Großer Klavierabend mit Hilda Huang im Bochumer Thürmer-Saal

Meisterhaftes Spiel: Die US-Pianistin Hilda Huang im Thürmer-Saal.

Meisterhaftes Spiel: Die US-Pianistin Hilda Huang im Thürmer-Saal.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die junge Pianistin Hilda Huang gastiert im Bochumer Thürmer-Saal mit Werken von Bach und Beethoven. Und heimst großen, begeisterten Applaus ein.

Die „33 Veränderungen über einen Walzer von Diabelli“ sind Beethovens letztes großes Klavierwerk. Im Thürmer-Saal brillierte die US-amerikanische Pianistin Hildas Huang mit diesen übergroßen Werk – das in seiner Opulenz auch an den Hörer große Anforderungen stellt.

Die US-Amerikanerin, die sich erneut in Bochum zu hören war, geht an diesen Beethoven fast puristisch heran. Besonders in den etwas langsameren Variationen, horcht sie in die Hell-/Dunkel-Schattierung der Harmonik hinein, und deutet den nach vorne drängenden Charakter des Werkes ohne überbordende „Beethoven-Wut“ aus. Hilda Huang zeichnete das Werk als einen großen Bogen: vom zerklüftete Werk der immer neu beginnenden Variationen, zu einem großen Ganzen.

Charakteristiken des Barock

Auch ihre Bach-Interpretation erklang puristisch, wenn auch reich verziert. Bachs „Ouvertüre nach französischer Art BWV 831“ vereint die unterschiedlichsten Tanz-typische Charakteristiken des Barock wie eine Art Formelsammlung. Hilda Huang - jüngste Preisträgerin des internationalen Bach-Wettbewerbes in Leipzig 2014 – setzt auch hier die Sätze wie kleine Charakterstudien aneinander. Ein großes Feuerwerk – zumal in der sehr ausgeklügelten Akustik des Thürmer-Saal, die den Ton besonders lange trägt.

Großer, begeisterter Applaus!

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