Initiative

Die Freibad-Fans aus Werne warten noch auf Stellungnahmen

Keine Bewegung sieht die Initiative zum Erhalt des sanierungsbedürftigen Freibades an der Bramheide.

Keine Bewegung sieht die Initiative zum Erhalt des sanierungsbedürftigen Freibades an der Bramheide.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bochum-Werne.  Die Initiative fordert von Bochums Wasserwelten-Geschäftsführer Schmitt intensive Bürgerbeteiligung. Sie kritisiert die ausbleibende Sanierung.

Sechs Wochen sind vergangen seit der Bürgerversammlung zur Zukunft des Freibades Werne. Passiert sei seitdem schlicht nichts, kritisiert Anja Tillmann als Sprecherin der Initiative zum Erhalt der Freizeitanlage an der Bramheide.

Die Forderungen der Freibad-Fans seien bei der gut besuchten Veranstaltung im Erich-Brühmann-Haus „inhaltlich leider kompromisslos abgelehnt worden“, resümiert sie in einer Eingabe an den Geschäftsführer der Wasserwelten Bochum GmbH, Berthold Schmitt. Sie erinnert, dieser habe an dem Info-Abend erklärt, „nun müsse es mit dem Mitreden auch mal gut sein“, was sie als Verzicht auf eine weitere Bürgerbeteiligung für den Sanierungsprozess auffasst.

Drängen auf weitere Info-Veranstaltung

Grundsätzlich sei eine Veranstaltung von zwei Stunden Dauer auch nicht geeignet, eine wirkliche Beteiligung möglich zu machen. Außerdem habe Schmitt den mit Abstand größten Redeanteil gehabt. „Wir fordern monatliche, öffentliche Zwischenberichte über den Stand der Sanierung und eine weitere Versammlung im Frühjahr 2020“, unterstreicht Anja Tillmann.

Dass die Wasserwelten das Bad nicht zur Saison 2020, sondern erst ein Jahr später wieder eröffnen wollten, sei zwar früher als zunächst angekündigt, aber auch später als erhofft. Dabei sei von den geplanten Sanierungsmaßnahmen allerdings bis heute auch keine umgesetzt, obwohl das Freibad bereits seit Anfang des Jahres geschlossen sei. „Wir messen Herrn Schmitt an seinem Wort. Er hat zugesichert, dass das Bad erhalten bleibt“, schildert Tillmann.

Untersuchung auf Bergschäden

Sie greift zudem auf eine Anfrage der Sozialen Liste im Rat zurück, denn die plötzliche Schließung des Bades sei mit Bergschäden begründet worden, und weiteren Untersuchungen als notwendig angesehen. Diese sollten etwa 100.000 Euro kosten, alles nach einem von den Wasserwelten angeforderten Gutachten. Bisher sei, wird die Soziale Liste zitiert, keine Information über mögliche Bergschäden in dem Gebiet erfolgt. Ebenso sei von Probebohrungen und Verfüllungen nichts bekannt.

Initiative sieht Charakter des Bades in Gefahr

6,7 Millionen Euro sollten in das Bad investiert werden, führen die Freibad-Freunde an, gleichzeitig aber die Wasserfläche drastisch verkleinern, um langfristig Kosten zu sparen. „Nicht nur soll das 75-Meter-Schwimmerbecken auf 50 Meter gekürzt werden, auch das Nichtschwimmerbecken soll von 30 mal 50 auf 30 mal 30 Meter verkleinert werden und das Babyplanschbecken ganz verschwinden“, kritisiert Anja Tillmann, „damit wäre das Alleinstellungsmerkmal ausgelöscht, der Charakter des Bades würde verändert und nicht mehr so familienfreundlich sein.“

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