Kommentar

Der Abschied von Gudrun Gerlach und Axel Walter fällt schwer

WAZ-Kulturreporter Jürgen Boebers-Süßmann

WAZ-Kulturreporter Jürgen Boebers-Süßmann

Foto: WAZ

Das Thealozzi nimmt Abschied von seinen verstorbenen Gründern Gudrun Gerlach und Axel Walter. Sie haben das Kulturhaus über 30 Jahre geprägt.

Mit dem Tod von Gudrun Gerlach und Axel Walter geht im Thealozzi eine Ära zu Ende, doch ihr „Geist“ weht nach wie vor: Das Haus steht immer noch in Selbstverwaltung, immer noch gibt es regelmäßige Vollversammlungen, auf denen über Programmkonzeptionen und die Aufnahme neuer Gruppen diskutiert wird.

Mit Blick auf die ernst genommene Selbstverwaltung ist in Sachen Thealozzi vielfach vom „letzten Kollektiv“ die Rede. Es ist eine Organisationsform, die möglichst viel im Fluss halten und allzu große Routine vermeiden will. Sie wurde in den Gründertagen vor drei Jahrzehnten eingeführt und gilt bis heute.

Verschiedenste Gruppen – von den Hottenlotten über die „Unwilligen“ bis zum Kabarettduo Sahar Raie & André Dinter – sind aktuell im Thealozzi heimisch und führen den Ansatz von Walter und Gerlach fort. Sicher auch in deren engagiertem Sinne mit Lust an der kreativen Auseinandersetzung.

Das Leben in der BO-Kultur ist bunt und geht weiter, aber Axel und Gudrun sind nicht mehr dabei. Sie fehlen!

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