Buch

Das Buch beschreibt die Rettung des alten Kirchhofs Ümmingen

Beim Besuch in der Redaktion blättert Clemens Kreuzer in seinem neuesten Buch. Es behandelt die Historie des alten Kirchhofs Ümmingen.

Beim Besuch in der Redaktion blättert Clemens Kreuzer in seinem neuesten Buch. Es behandelt die Historie des alten Kirchhofs Ümmingen.

Foto: Gernot Noelle

Langendreer/Querenburg.   Hobby-Historiker Clemens Kreuzer hat den geschichtlichen Teil des Ümminger Friedhofs der Nachwelt erhalten. Er hat ein Buch darüber geschrieben.

Schlaflose Nächte, aber auch viel Freude hat ihm der historische Teil des Ümminger Friedhofs beschert. Diesen hat Clemens Kreuzer mit seiner 2016 gegründeten Initiative innerhalb von zwei Jahren restauriert und so der Nachwelt erhalten. Und nun folgt – keine große Überraschung bei einem umtriebigen Hobby-Historiker wie Kreuzer – auch noch ein Buch darüber.

Geschichte des alten Kirchhofs und des Bauernkirchleins

„Der alte Kirchhof von Ümmingh“ heißt das fast 100 Seiten starke Werk, das dieser Tage erschienen ist. Darin geht es natürlich um die Restaurierung des historischen Kleinods, wie Clemens Kreuzer die Stelle am Rand des Ümminger Friedhofs bezeichnet. Vor allem aber geht es in dem Buch um die Geschichte des alten Kirchhofs und des alten Bauernkirchleins, dessen Überreste von Kreuzer & Co. freigekratzt und so erhalten wurden.

Späteren Generationen die Bedeutung überliefern

Mit seinem historischen Abriss will Clemens Kreuzer späteren Generationen die Bedeutung des Ümminger Friedhofs, der heute zur evangelischen Gemeinde Querenburg gehört, überliefern. „Vielleicht ist das Fleckchen in zehn, 20 Jahren wieder so verwahrlost, wie ich es im Sommer 2016 vorgefunden habe“, sagt der 81-Jährige. „Dann kann dieses Buch vielleicht dazu beitragen, dass sich erneut jemand findet und sich seiner annimmt, weil er um den historischen Wert weiß.“

Die letzte Öffentlichkeitsarbeit

Mit diesem Buch endet auch die Initiative zum Erhalt des historischen Teils des Ümminger Friedhofs, die zuletzt rund 70 Mitglieder zählte. „Wir verteilen gerade auch noch einen Flyer, der über unsere Arbeit berichtet und dazu anregen soll, den alten Kirchhof mal zu besuchen“, sagt Clemens Kreuzer. „Das ist aber unsere letzte Öffentlichkeitsarbeit, damit stellen wir unsere Arbeit ein.“

Professioneller Unterstützung nötig

Diese war aufwendiger, als Clemens Kreuzer anfangs erwartet hatte. „Wir hatten angenommen, wir schaffen das alles selbst, nur mit Muskelkraft“, muss Kreuzer im Nachhinein über diese Naivität schmunzeln. „Als wir die Grundmauern freigekratzt hatten, merkten wir erst, dass wir da doch intensiver rangehen müssen – und mit professioneller Unterstützung.“

76 historische Grabsteine restauriert

Seither kümmerte sich Clemens Kreuzer in erster Linie darum, Sponsoren zu finden. Zwischenzeitlich dachte er ans Aufgeben, am Ende wurde dann doch alles gut. Mit 68.000 Euro wurde sogar so viel Geld gespendet, dass auch noch die 76 historischen Grabsteine restauriert werden konnten. Mit seinem Buch macht Kreuzer nun einen Strich unter die Aktion und widmet sich neuen, historischen Themen. Nochmal Geld sammeln will er vorerst nicht. „Das ist wirklich hartes Brot.“

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