Foto-Fahndung

Trotz Attacke auf Busfahrer sieht Bogestra hohe Sicherheit

Die Bogestra sieht nach der Attacke trotzdem eine hohe Sicherheit.

Die Bogestra sieht nach der Attacke trotzdem eine hohe Sicherheit.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Kripo hat einen Verdächtigen ermittelt, der in Bochum einen Busfahrer geschlagen haben soll. Trotzdem sieht die Bogestra eine hohe Sicherheit.

Ein unbekannter Mann ist in einem Bus der Bogestra völlig ausgerastet. Die Polizei suchte seit Montag (16.) mit einem Foto aus einer Überwachungskamera nach ihm. Wenige Stunden nach Veröffentlichung des Fotos hat sie ihn gefunden. Es ist ein 36 Jahre alter Bochumer. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.

„Nach der Veröffentlichung des Fotos meldeten sich mehrere Personen bei der Polizei, die die gesuchte Person in den sozialen beziehungsweise Printmedien erkannt hatten“, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.

Beschuldigter hatte keine gültige Fahrkarte

Der Vorfall hat sich bereits am 19. Mai (Sonntag) ereignet. Der Gesuchte war gegen 2.20 Uhr nachts an der Haltestelle „Bongardstraße“ in den Nachtexpress NE 1 in Richtung Hordel eingestiegen. Dem Busfahrer (59) zeigte er einen ungültigen Fahrschein vor. Dieser forderte den Fahrgast auf, ein gültiges Ticket zu kaufen oder den Bus zu verlassen.

Der Busfahrer wurde mehrfach gegen den Kopf geschlagen

Wenig später spuckte der Täter den 59-Jährigen an, schlug mit der Faust mehrfach gegen dessen Kopf, beleidigte ihn mit üblen Schimpfwörtern und flüchtete danach zu Fuß in Richtung Hauptbahnhof.Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Bochum

Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass es in den Jahren 2017 und 2018 im gesamten Betriebsgebiet (Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Witten, Hattingen) rund ein Dutzend Gewaltattacken gegen Fahrer gab. Diese Anzahl sei „keine markante Ausweitung“.

Bogestra: „Hohes Sicherheitsniveau“ in Bussen und Bahnen und an Haltestellen

In Bussen, Bahnen und an den Halteorten herrsche ein „hohes Sicherheitsniveau“. Das sei durch gemeinsame Anstrengungen mit den Sicherheitsbehörden erreicht worden. „Diese öffentlichen Orte sind so sicher wie keine anderen frei zugänglichen Plätze – das gilt für unsere Fahrgäste als auch für unsere Mitarbeiter“, so Kollmann.

Er fügt hinzu: „Durch kriminelle Energie gespeistes Handeln lässt sich aber auch dort nicht vollständig verhindern. Auch, wenn es angesichts von solchem Geschehen nicht immer leicht wahrzunehmen ist, sind die Dimensionen zwischen friedlichem und kriminellem Handeln doch eindeutig.“ Allein die Größenordnung der Fahrgastzahl von mehr als 140 Millionen Menschen pro Jahr sei „ein deutliches Zeichen von hoher Nutzung bei gleichzeitig hoher Sicherheit“.

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