Straßenverkehr

Blitzerbilanz: Stadt Bochum sieht Verkehrssicherheit erhöht

Die Blitzanlage an der Universitätsstraße in Höhe der Einmündung Wasserstraße ist eine von sechs zum Jahresanfang neuinstallierten Tempo-Kontrolleinrichtungen.

Die Blitzanlage an der Universitätsstraße in Höhe der Einmündung Wasserstraße ist eine von sechs zum Jahresanfang neuinstallierten Tempo-Kontrolleinrichtungen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Stadt Bochum sieht positive Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Die Gesamtzahl der der Tempoverstöße hat im letzten halben Jahr abgenommen.

Ein gutes halbes Jahr sind die sechs neuen Blitzanlagen im Stadtgebiet jetzt in Betrieb. Die WAZ hat nachgefragt, um die aktuellen Ergebnisse der zweiten drei Monate mit denen des ersten Quartals zu vergleichen und eine erste Bilanz zu ziehen. Fest steht; es hat deutlich weniger Auffälligkeiten gegeben. Damit mussten auch viel weniger Bußgeldbescheide ausgestellt werden.

Die Stadt liefert jetzt die konkreten Zahlen dazu: 36.963 Mal flammte das rötliche Blitzlicht an den Anlagen auf. In den ersten drei Monaten war es noch 47.879 Mal gewesen. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir unser Ziel, das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer positiv zu beeinflussen, insbesondere bei den Geschwindigkeitsübertretungen, deutlich erreicht haben“, ist die Stadt von der Wirkung der neuen Geräte überzeugt.

Deutlicher Rückgang auf der Berliner Straße

Besonders deutlich ist dabei der Rückgang der Geschwindigkeitsübertretungen im Bereich der Blitzanlage an der Berliner Straße. Hier hatte das Gerät allein in den ersten Wochen sehr häufig ausgelöst: Die Stadt verschickte 7000 Bus- und Verwarnungsgeldbescheide. Ein Fall landete jetzt sogar beim Anwalt, weil ein Autofahrer allein sechs Mal an einem einzigen Tag dort geblitzt worden ist.

Nicht so deutlich ist der Rückgang in der 30-Stundenkilometer-Zone auf der Herner Straße: Allein dort wurde in 19.290 Fällen eine Geschwindigkeitsübertretung registriert. Zum Vergleich: im ersten Quartal waren es 23.762. Aber auch in diesem Bereich ist die Tendenz fallend, obwohl dort immer noch mit Abstand die meisten Tempo-Verstöße im Stadtgebiet registriert werden.

Rotlichtverstöße etwa gleichbleibend

Wie die Stadt außerdem mitteilt, seien bei den Rotlichtverstößen die Fallzahlen besonders an den Standorten Berliner Straße und Nordring über die Monate deutlich zurückgegangen. „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir die Verkehrssicherheit mit den Blitzanlagen erhöhen konnten“, so die Stadt.

Dabei sind nach Berechnungen der WAZ die absoluten Rotlichtzahlen im Laufe des letzten halben Jahres eben nicht zurückgegangen. Im ersten Quartal wurde in 2168 Fällen das Rotlicht missachtet. Im zweiten Quartal waren es 2343 Fälle, also 175 mehr.

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