Zahnarzt

Zahnarzt: Vorsorgeuntersuchung gut für Zähne und Geldbeutel

Wer unter 18 Jahre alt ist, braucht im Corona-Jahr 2020 nur eine Vorsorgeuntersuchung nachzuweisen, um seinen Bonusanspruch zu sichern. Für Erwachsene ändert sich im Verlauf der Pandemie beim Zahnarzt nichts.

Wer unter 18 Jahre alt ist, braucht im Corona-Jahr 2020 nur eine Vorsorgeuntersuchung nachzuweisen, um seinen Bonusanspruch zu sichern. Für Erwachsene ändert sich im Verlauf der Pandemie beim Zahnarzt nichts.

Foto: AOK / WP

Arnsberg.  Zahnarzt: In Corona-Zeiten sichern Jugendliche Bonus mit nur einer Vorsorge-Untersuchung. Praxisbesuch birgt kaum Risiken.

Mundhygiene ist für das allgemeine Wohlbefinden von entscheidender Bedeutung – die Vorsorge-Untersuchung beim Zahnarzt – trotz oder gerade wegen Corona – unersetzlich; nicht nur (aber auch) wegen des Bonusanspruchs. Wir haben dazu Dr. Andreas Lintel-Höping „auf den Zahn gefühlt“.

Der Neheimer Dentist bestätigt zu Beginn – stellvertretend für seine heimischen Kollegen und in Absprache mit der zahnärztlichen Bezirksstelle – eine Regelung, die Kinder und Jugendliche betrifft, und für deren Eltern bares Geld wert sein kann. Worum es geht?

„Eltern sollten für das laufende Kalenderjahr wissen, dass es während der Coronakrise eine Sonderregelung gibt. Wenn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der Pandemie nicht zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehen konnten, führt dies nicht zum Verlust des Bonusanspruchs“, erklärt Dirk Schneider. Es bedeute aber auch, dass zumindest im zweiten Halbjahr der Zahnarzt unbedingt aufgesucht werden muss, um den Bonus zu erhalten, so der AOK-Service­regionsleiter weiter.

„Korrekt“, bestätigt Dr. Lintel-Höping nach Rücksprache mit der Zahnärztekammer. Für junge Patienten reiche dieses Jahr ein Stempel im Bonusheft. Eine Sonderregelung für Erwachsene gibt es aber nicht. Wer „Ü 18“ ist, braucht ohnehin nur einen Vorsorge-Nachweis pro Jahr, kommt um diese Untersuchung aber auch im „Corona-Jahr“ nicht herum. Muss er aber auch gar nicht, denn: „Es gibt kein besonderes Risiko bei einem Zahnarztbesuch“, versichert Andreas Lintel-Höping – ganz im Gegenteil: Erst beim Deutschen Zahnärztetag vor einer Woche wurde betont, dass die Infektionsgefahr in den Praxen äußerst gering sei.

Strengste Hygienevorschriften

Schon vor der Pandemie gab es dort strengste Hygienevorschriften, deren Einhaltung auch von den Gesundheitsbehörden regelmäßig kontrolliert wird. Es gibt kaum einen anderen Berufsstand, der bereits routinemäßig Flächen- und Händedesinfektion einsetzt – und bei dem Handschuhe, Visier und Mund-Nasen-Schutz zur Standardausrüstung gehören.

Trotzdem hat es im ersten Halbjahr einen Rückgang beim Patientenaufkommen gegeben – auch im Raum Arnsberg? „Generell waren die Menschen vor allem in den ersten Monaten der Pandemie eher zurückhaltend“, so Dr. Lintel-Höping. Aber im zweiten Halbjahr haben wir wieder das normale Niveau erreicht, so der Neheimer Zahnmediziner weiter. Den Zahnarztbesuch als „zu riskant“ ausfallen zu lassen, sei inzwischen eher die Ausnahme.

Riskant hingegen kann der Verzicht auf eine zahnärztliche Behandlung werden – und das nicht mit Blick auf den möglicherweise gefährdeten Bonus: Gerade Vorsorgetermine sind sehr wichtig, um Karies zu erkennen, eine Parodontitis-Erkrankung durch regelmäßige, professionell durchgeführte Zahnreinigungen zu verhindern oder aber auch, um ernsthafte Krankheiten wie Krebs in der Mundhöhle frühzeitig festzustellen. Diese Behandlungen können und dürfen nicht über einen längeren Zeitraum aufgeschoben werden.

Schnell Termin vereinbaren

Also – am besten sofort den „Zahnarzt des Vertrauens“ anrufen und rechtzeitig bis zum Jahresende einen Termin zur Vorsorgeuntersuchung vereinbaren. Nicht nur im Geldbeutel, sondern auch im Mund, macht sich das gut...

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