Landwirtschaft

Tiggeshof mit Mangold und Rindfleisch in Berlin

Ursula und Rudolf Tigges mit einem „Stand-Genossen“ während der Messetage in Berlin: Rainer Breuer (links) ist der Metzger eines großen Biofleisch-Produzenten, des Biohofs Bakenhus im niedersächsischen Brake. Foto:privat

Ursula und Rudolf Tigges mit einem „Stand-Genossen“ während der Messetage in Berlin: Rainer Breuer (links) ist der Metzger eines großen Biofleisch-Produzenten, des Biohofs Bakenhus im niedersächsischen Brake. Foto:privat

Arnsberg/Berlin.   Für Ursula und Rudolf Tigges aus Ainkhausen ist die Grüne Woche in Berlin auch zum dritten Mal eine Reise wert.

Dass Berlin eine Reise Wert ist, mag ein alter Hut sein, doch ein Abstecher zur „Grünen Woche“ bietet stets reichlich aufregend Neues. Diese Erfahrung durften Ursula und Rudolf Tigges kürzlich schon zum dritten Mal machen. Das Landwirt-Ehepaar aus Ainkhausen war Ende Januar wieder „mitten drin statt nur dabei“ auf der weltweit größten Agrarmesse.

Im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) präsentierten sich die Tiggeshof-Besitzer – nach 2016 und 2017 – auch in diesem Jahr als „Bio-Botschafter“ für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (kurz BÖLN). Am Stand des Biohof-Netzwerks, dessen fester Bestandteil die Arnsberger bereits seit vielen Jahren sind, fanden sich täglich zahlreiche Besucher/-innen ein.

Prominenz am Stand

Darunter auch reichlich Prominenz: So schwang Ursula Tigges u.a. gemeinsam mit Friedrich ­Ostendorff den Kochlöffel; zauberte – assistiert vom Bundestagsabgeordneten (Bündnis 90/ Grüne) – für das Berliner Publikum Angus-Rindfleisch und Mangold vom Tiggeshof auf den Tisch. Spannend war für die Fachfrau aus dem Sauerland auch der Auftritt während einer Podiumsdiskussion. Unter dem Motto „Verbraucher fragen den Bauer“ stand sie auf der BMEL-Bühne Berufs­kolleg-Schülern Rede und Antwort.

Übrigens gemeinsam mit einem Kollegen, der Schweine züchtet – und das ganz ohne „Bio“. Trotzdem fanden beide einige Gemeinsamkeiten und respektierten den jeweiligen landwirtschaftlichen Ansatz. Diese Gemeinsamkeiten zum Wohle des Verbrauchers zu entdecken, sei wichtig, betont „Ulla“ Tigges – und ergänzt ein wenig enttäuscht: „Dieser Austausch war früher wesentlich reger und ergiebiger.“ Dafür brachte der Kontakt mit vielen „Bio“-Kollegen aus ganz Deutschland reichlich Anregungen und Erkenntnisse:

Beeindruckt von einem Rosenbauern

„Ein Rosenbauer am Stand gleich nebenan hat uns sehr mit seiner Arbeit beeindruckt“, berichten die Eheleute Tigges. Der Metzger eines großen Biofleisch-Produzenten aus Brake (Niedersachsen) war ebenso ein interessanter Gesprächspartner wie ein Bio-Winzer. Letzterer kommt übrigens in diesem Sommer mit seinen Weinen ins Sauerland – für eine Verkostung, in Kombination mit Käse vom Tiggeshof.

Diesen Hofkäse wiederum dürfen Interessierte während der 18. Auflage des „Sauerländer Käsemarktes“ Mitte März in Hüsten probieren (mehr dazu auf Lokalseite 4). Dort ist der Tiggeshof zum zweiten Mal nach 2017 dabei – dieses Mal auch mit einer gereifteren Variante des heimischen Milchproduktes.

Vor Ort ein Bild machen

Wer sich vor Ort ein Bild von biologischer Landwirtschaft machen möchte: Das ganze Jahr über zeigt der Erlebnis-Bauernhof in Ainkhausen, wie vielfältig der ökologische Landbau ist und wie er funktioniert. Als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau öffnen Ursula und Rudolf Tigges sowohl zu individuell vereinbarten als auch zu öffentlichen Terminen, wie Führungen, Kinderprogrammen oder Festen, regelmäßig Türen und Tore.

Und wie sieht es aus mit einem weiteren Abstecher in die Bundeshauptstadt im kommenden Jahr? „Wenn eine neue Bundesregierung das Programm für Demonstrationsbetriebe in der Landwirtschaft verlängert, sind wir wohl 2019 erneut auf der Grünen Woche vertreten“, meint Ursula Tigges. Wie gesagt: „Berlin ist eine Reise wert“ – immer. Weitere Info auf www.tiggeshof.de

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik