Grundschul-WM

Standorte der Heinrich-Knoche-Schule gemeinsam für Afrika

Auslosung zur Grundschul-WM in Holzen

Foto: Ted Jones

Auslosung zur Grundschul-WM in Holzen

Herdringen/Holzen.  Grundschul-Verbund der Heinrich-Knoche-Schule geht bei Organisation des Schulalltags auf die Bedürfnisse der Dörfer Herdringen und Holzen ein.

Gemeinsam sind sie Afrika, gemeinsam sind sie eine Schule - und doch gehen die Standorte Herdringen und Holzen des Grundschulverbundes Heinrich-Knoche-Schule auch ihre eigenen Wege. Bei der von unserer Zeitung in Kooperation mit dem Sportbüro Arnsberg initiierten 2. Arnsberger Grundschul-Weltmeisterschaft eröffneten beide Schulen mit getrennten Auslosungsveranstaltungen das unter dem Motto „Kinder entdecken die Welt“ stehende sportpädagogische Projekt. Es waren die ersten von 139 teilnehmenden Klassen aus 22 Schulen mit 25 Standorten und mehr als 3100 Schülerinnen und Schülern aus Arnsberg und Sundern.

Afrika ist riesengroß – die Entfernungen sind weit. Ein Problem, das auch die Holzener und Herdringer bei der Organisation ihres Schulalltages kennen. Den Grundschulverbund gibt es bereits seit dem Schuljahr 2014/15. „Einige Aktionen mit den Kindern und Eltern machen wir gemeinsam“, sagt Schulleiterin Verena Scholand. Alles zusammen aber gehe nicht. „Dafür sind wir räumlich einfach zu weit voneinander getrennt“, so die Pädagogin.

Und doch verstehen sich die Lehrerinnen - Männer gibt es nicht an den beiden Schulen - als ein Kollegium. Neun Lehrerinnen kümmern sich um die je vier Klassenverbände an den beiden Standorten. In der Regel unterrichten sie nur an einem Standort - lediglich die Kollegin, die gerade keine feste Klasse hat, pendelt zwischen den Schulen hin und her. „Das klappt gut“, sagt Sandra Cordes. Sie leitet den Teilstandort Lüerwaldschule in Holzen.

Nicht alles geht gemeinsam

Gemeinsamkeiten werden gepflegt. „Wir wissen aber auch, wo da die Grenzen sind“, sagt Verena Scholand. Und das fängt schon bei den Eigenarten der unterschiedlichen Standorte an. „Wir wollen die Bedürfnisse der Dörfer immer auch berücksichtigen“, sagt die Schulleiterin. Aktuell werden in Herdringen 104 und in Holzen 83 Schüler unterrichtet. Für das neue Schuljahr wurden 30 neue Kinder in Herdringen und 18 i-Männchen in Holzen angemeldet. Sie werden in die an beiden Standorten jahrgangsübergreifend unterrichteten Lerngruppen der 1./2. Klasse kommen.

Das alles aber war den Kindern in den Turnhallen in Herdringen und Holzen gestern alles relativ egal. Sie hatten sich schon auf ihre Länder vorbereitet, die ihren Schulen zugeteilt worden waren. Die Herdringer Schüler schwenkten bunte kleine Fahnen, große selbstgemalte Flaggen hingen bereits in der Sporthalle an der Lüerwaldschule Holzen. Nun ging es aber darum, welche Klasse zu welchem Nationalteam und welche Kinder zu Botschaftern welchen Landes ernannt wurden.

Die Grundschul-WM sorgte dabei schon für seine erste Kuriosität. Ausgerechnet die Pinguin-Klasse aus Herdringen schwamm direkt an die Traumstrände der Kap Verdischen Inseln. Und warum sollen die Herdringer „Frösche“ nicht einmal die Wüsten Algeriens entdecken. In Holzen bekommt es Togo mit neuen Raubtieren zu tun. Die „Tiger“-Klasse zog dieses Land aus den Lostopf.

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