Kulturtage

„Sommergelee“ startet mit Konzert in Neheimer Schmiede

Schmied Markus Brake sowie die Veranstalter Stephanie Neuhaus, Jutta Ludwig und Haimo Hieronymus laden zur Eröffnung des „Sommergelee“ ans Schmiedefeuer in den Ohlwiesen ein.

Foto: Achim Benke

Schmied Markus Brake sowie die Veranstalter Stephanie Neuhaus, Jutta Ludwig und Haimo Hieronymus laden zur Eröffnung des „Sommergelee“ ans Schmiedefeuer in den Ohlwiesen ein. Foto: Achim Benke

Neheim.  Musiker und DJs eröffnen die Kunst- und Kulturtage „Sommergelee“ gemeinsam mit Schmied Markus Brake unter dem Motto „Klangheimlich II“.

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Die Kunst- und Kulturtage „Sommergelee“ starten am Samstag, 16. Juni, um 18 Uhr mit einem Highlight in der Bau- und Kunstschmiede Werkstatt von Markus Brake im Neheimer Industriegebiet „Zu den Ohlwiesen“. Das Motto der Veranstaltung lautet „Klangheimlich II“.

Ungewöhnlicher Ort

Der Veranstaltungsort ist sehr ungewöhnlich: Kunstschmied Brake hat schon 2017 seine Werkstatt für „Sommergelee“ zur Verfügung gestellt. Seit 25 Jahren ist Brake selbstständiger Schmied. Seine Zunft sagt zum Beruf des Schmiedes lieber: „Wir sind ein Stück davon, denn man lernt nie aus.“

Er trifft sich oft mit den Kollegen seiner Schmiede-Zunft. „Die größte Schmiede-Veranstaltung in Europa ist auf der Burg Helfstyn in Tschechien. Da gibt es viel Neues.“ Doch von einer Veranstaltung, wie sie am Samstag in seinen Räumen stattfindet, hat er noch nicht gehört. „Wir werden die Werkstatt dafür auf links drehen. Schließlich brauchen wir Platz“, grinst Brake. 2017 waren mindestens 200 Gäste beim Konzert. Warum stellt man seine Räumlichkeiten zur Verfügung? „Freunde und Bekannte haben schon öfter Geburtstage hier mit Live-Bands gefeiert. Aber so etwas hätte ich mir nicht vorstellen können“, meint Brake. Als er Haimo Hieronymus beim Kunstprojekt im Unterhüstener Kreisverkehr kennenlernte, ist die Idee langsam geboren.

SUG-Kunstlehrer Hieronymus hat bei Brake ein Praktikum während seines Sabbatjahrs abgeleistet. Warum ein zweites Konzert? Brake: „Die Atmosphäre ist super. Die Gäste sind im Alter von 11 bis über 80 Jahren.“ Die Veranstalter Hieronymus, Neuhaus und Ludwig bestätigen: „Die Resonanz war so groß, dass wir uns entschlossen haben es zu wiederholen. Dem Schmied zuschauen und der Musik zu lauschen, die Akustik – es ist einmalig.“ Was Brake schmieden wird, weiß er noch nicht. 2017 war es eine klassische Streitaxt.

Absolventen der Pop-Academy

Musik machen fünf Bands und DJs, darunter Absolventen und Dozenten der ArtEZ-Pop-Academy in Enschede. Es gibt Bluesrock bis Grunge und Schneckno. Drei Musiker von „RUV“ erinnern an die Zeit von Cream, Led Zeppelin oder Gary Moore. „Sirius Est“, zwei Sauerländer aus Köln mixen Schneckno an den Turntabels. „Goodcooper-Badcooper“ das DJ-Duo aus Enschede, legt zwischen Krautrock und Thai-Soul auf.

Ein Mix aus allen Epochen der Popmusik. „No Wow“ spielt Grunge und Garagen-Rock. „Yenga“, die holländisch-deutsche Gruppe hat Art-Rock, Jazz und Elektronik im Gepäck. „One Tronic“ (Tom Ludwig) wird die Schmiede beleuchten. Kulinarisches gibt es aus der Wohnküche von Philipp Bracht. Der Durst wird mit „unkomplizierten Getränken“ gelöscht.

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