Soziales Engagement

SkF-Intensivwohngruppe Samuel fördert Kinder und Jugendliche

Die Volksbank Sauerland spendet 2000 Euro an die Intensivwohngruppe „Samuel“ der SkF (von links): Daniel Büenfeld, Thomas Vielhaber, Karin Pirone (beide Volksbank), SKF-Vorsitzende Ursula Beckmann und Melanie Sander (stellv. Geschäftsführerin SkF).

Die Volksbank Sauerland spendet 2000 Euro an die Intensivwohngruppe „Samuel“ der SkF (von links): Daniel Büenfeld, Thomas Vielhaber, Karin Pirone (beide Volksbank), SKF-Vorsitzende Ursula Beckmann und Melanie Sander (stellv. Geschäftsführerin SkF).

Foto: Achim Gieseke

Oeventrop.   Daniel Büenfeld und sein Team kümmern sich um junge Menschen, die aus ihren Familien herausgenommen wurden. Volksbank hilft mit Spende.

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Viele Hände helfen mit, um Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedarfen eine eigenständige Zukunft und damit im späteren Erwachsenenleben Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander zu ermöglichen. Konkret in der „Samuel Gruppe“ in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen Hochsauerland (SkF) in Oeventrop.

Zur Förderung dieser kostenintensiven sozialpädagogischen Arbeit übergab jetzt die Volksbank Sauerland eine Spende in Höhe von 2000 Euro.

„Sie müssen besonders intensiv gefördert werden“

In der seit April des Jahres bestehenden Intensivwohngruppe in Nachfolge der Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit insgesamt sechs Plätzen werden derzeit fünf Jugendliche aus dem heimischen Raum zwischen 10 und 14 Jahren betreut. Rund um die Uhr.

„Diese Jugendlichen,“ sagt Melanie Sander als stellvertretende Geschäftsführerin des SkF, „haben einen ganz engen Betreuungsbedarf und müssen zugleich besonders intensiv gefördert werden.

Schwerpunkt ist die Erlebnispädagogik

Dies ist aber nur in einer solch speziellen Gruppe möglich, weil sie jede andere Einrichtung sprengen würden, denn die hier untergebrachten Kinder und Jugendlichen sind in ihrem Verhalten sehr herausfordernd.“

Entsprechend groß und nicht immer einfach ist die in Oeventrop geleistete und weiter zu leistende Betreuungsaufgabe unter Leitung von Daniel Büenfeld. Schwerpunkt dabei ist die Erlebnispädagogik.

Kinder und Jugendliche sollen eine Perspektive haben

Zum Beispiel verbringt die Gruppe in der Ferienzeit schon einmal zwei Tage bei Wind und Wetter komplett im Wald. Um zu lernen, was überhaupt Gemeinschaft und Verlässlichkeit bedeuten.

Für Büenfeld und sein Team ein „Heimspiel“, weiß er doch als ausgebildeter Erlebnispädagoge, wie die Schwerpunkte zu setzen sind, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, damit diese Kinder und Jugendlichen für die Gesellschaft nicht verloren gehen, damit sie eine Perspektive haben.

„Diese Gruppe ist für sie das Übungsfeld“

Diese Vorgehensweise, so Büenfeld, sei bei der betreuten Klientel der beste Weg, „weil man sie über die kognitive Ebene nicht erreicht“.

Die vor Ort befindlichen Kinder und Jugendlichen, allesamt aus schwierigsten Familienverhältnissen, lernen so Schritt für Schritt, wie man sich in einer funktionierenden Gesellschaft zu verhalten hat. „Dafür,“ sagt Melanie Sander, „müssen sie hier aber erst einmal sozialisiert werden. Und diese Gruppe ist für sie das Übungsfeld.“

Das einzige Intensivangebot in der Umgebung

Damit bietet der SkF in der näheren Region das einzige Intensivangebot in dieser Form. Was entsprechend genutzt werde. So ist das Jugendamt der Stadt Arnsberg der Hauptbeleger der Gruppe. „Aber wir erhalten auch Zuweisungen von der Stadt Sundern, dem HSK und dem Kreis Soest.“

Zu 70 Prozent aber stammen die betreuten Personen aus dem Stadtgebiet Arnsberg. Was gut in das pädagogische Konzept passt, denn damit haben die Jugendlichen die Möglichkeit, den Kontakt zu ihrem persönlich Umfeld zu erhalten.

Kinder und Jugendliche werden rund um die Uhr betreut

Allerdings dürfen sie in ihre Familien nur, und auch dass nur nach individueller Absprache, für Kurzbesuche zurückkehren. „Grundsätzlich leben sie hier,“ so Büenfeld, „schließlich hat man sie aus ihrer Familien aufgrund von schlimmen Krisen herausgeholt.“

Die 24-Stunden-Rundumbetreuung und -begleitung der Kinder und Jugendlichen in dem im Besitz der SkF befindlichen Haus ist personal- und damit kostenintensiv. „Deshalb freuen wir und sehr über die überraschende Unterstützung durch die Volksbank Sauerland (siehe Infobox),“ erklärt Daniel Büenfeld.

Spende wird für besondere Angebote genutzt

Das Geld könne man gut gebrauchen, schließlich wolle man den Kindern neben den alltäglichen Bedürfnissen auch besondere Höhepunkte wie Sommerurlaub oder im Bereich der Erlebnispädagogik anbieten. Damit sie in die richtige Spur kommen.

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