Grundschul-WM

Schule mit Herz und Konzept für Erlernen digitaler Kompetenz

Auslosung Grundschul-WM Bergheim

Das Motto der St. Josef Grundschule Bergheim könnte wie für das sportpädagogische Projekt „Grundschul-Weltmeisterschaft“ geschrieben sein. „Vielfalt und Gemeinschaft sind unsere Stärke“.

Das Motto der St. Josef Grundschule Bergheim könnte wie für das sportpädagogische Projekt „Grundschul-Weltmeisterschaft“ geschrieben sein. „Vielfalt und Gemeinschaft sind unsere Stärke“.

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Bergheim.   Grundschule Bergheim bekennt sich bei Auslosung zur Grundschul-WM zur Vielfalt. Kollegium sitzt in Startlöchern mit Konzept zur Medienbildung.

Das Motto der St. Josef Grundschule Bergheim könnte wie für das sportpädagogische Projekt „Grundschul-Weltmeisterschaft“ geschrieben sein. „Vielfalt und Gemeinschaft sind unsere Stärke“, sagt Schulleiterin Anne Deimel.

Bei der Auslosung zur 2. Grundschul-WM für Arnsberg und Sundern brachten die 152 Kinder der Schule das mit einem Eröffnungslied passend zum Ausdruck. „Ein Herz, ein Ziel“, sangen sie, „egal, ob Brasilianer oder Afrikaner. Wir sind ein Team!“

Die Schule lebt den Geist, der über das von unserer Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Sportbüro Arnsberg initiierte Projekt auch gefördert werden soll. Kinder sollen die Welt entdecken und die Vielfalt, die sie dort vorfinden, schätzen lernen.

„Eine tolle Aktion“, sagt Paul Rottler. Mit seinem Lions-Club Neheim-Hüsten gehört er zu den wichtigen Unterstützern der Grundschul-WM. Die Serviceclubs Lions, Rotary und Zonta aus dem Stadtgebiet Arnsberg und Sundern spendieren Starter-Pakete mit Bällen und Mediengutscheinen für die Schulen.

„Schule ist die reale Welt“

Apropos Medien: „Hier legen wir derzeit einen Schwerpunkt drauf“, erklärt Anne Deimel. Das Kollegium hat ein Konzept für mediales und digitales Lernen erarbeitet.

„Wir wollen unseren Schülern einen bewussten und kompetenten Umgang mit digitalen Medien ermöglichen“, sagt sie. Für jede Altersklasse wurden Grundkompetenzen ermittelt, die nun jahrgangsweise fortlaufend erworben werden sollen. Und das immer anwendungsbezogen - eng verzahnt mit dem normalen Unterricht. „Unsere Schule ist und bleibt die reale Welt“, sagt Anne Deimel, „an bestimmten Punkten wollen wir aber gezielt die digitalen Medien einsetzen“.

Wollen, mehr aber noch nicht. Die Grundschule in Bergheim liegt zwar - und das nicht nur bei der Grundschul-WM - mitten in Europa, ist aber wie die meisten anderen Schulen in Deutschland im Ländervergleich von der Ausstattung her bei weitem kein digitaler Vorreiter. „Wir warten jetzt auf eine digitale Ausstattung der Schule, um endlich starten zu können“, so Anne Deimel. Zum Beginn werden zwei Tablet-Koffer mit Ausstattungen jeweils im Klassensatz benötigt.

Gut möglich, dass da Schulen in den der St. Josef Schule zugelosten europäischen Länder schon weiter sein. Die Bergheimer Kinder wurden geschickt nach Portugal, die Färöer Inseln, Lettland, Gibraltar, Andorra und Liechtenstein. Eine lange Reise hat Hamrim schon hinter sich. Die Schülerin der „Elefantenklasse“ (3./4.a) ist ein Flüchtlingskind aus Syrien. Für ihre Klasse zog sie nun Gibraltar aus dem Lostopf.

Vielfalt lernen ist einer der Schwerpunkte. Die Bergheimer beteiligen sich gerne an Projekte, die ihren Zielen entsprechen. Der Förderverein der Schule unterstützt die Teilnahme am Projekt „Schule der Zukunft“, bei dem es um den wertschätzenden Umgang mit Natur und Umwelt geht. Die Arche Noah Menden und der SGV Neheim sind hier wichtige Partner.

Die Grundschul-WM passt auch in andere Projekte der Schule. So sind die Bergheimer beim vom Lions Club Neheim-Hüsten unterstützten Projekt „Klasse 2000“ dabei, das auch die Bewegungsförderung ausdrücklich zum Ziel hat.

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