Auftragsvergabe

Rathaus-Umbau: Kommission hat Kostenentwicklung im Auge

Auf Platz 2 der Entwürfe im Architektenwettbewerb  für den Rathaus-Umbau

Foto: Architekturbüro Gerber

Auf Platz 2 der Entwürfe im Architektenwettbewerb für den Rathaus-Umbau Foto: Architekturbüro Gerber

Arnsberg.   Für den geplanten Arnsberger Rathaus-Umbau wird eine Steuerungsgruppe eingesetzt. Bau-Auftrag an Architekturbüro vergeben

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In nichtöffentlicher Sitzung haben am Donnerstagabend die Fachpolitiker aus dem städtischen Planungsausschuss darüber entschieden, welches Architekturbüro mit der Sanierung des Arnsberger Rathauses beauftragt wird. Es standen die vier Büros zur Auswahl, die die ersten vier Plätze beim Architektenwettbewerb (wir berichteten) belegten: „v-architekten“ aus Köln (1.Platz), Gerber Architekten (2. Platz), Baumschlager/Eberle (3. Platz), SSP (4.Platz).

Der Sieger des Wettbewerbs erhält aber nicht automatisch den Zuschlag für die Realisierung des Bauvorhabens. „Vielmehr müssen alle vier Büros zu Verhandlungsgesprächen eingeladen werden, in denen nach einem streng gefassten Kriterienkatalog 1. der Platz im Wettbewerb, 2. der Umgang mit einer Überarbeitung des Entwurfs, 3. die Qualität des Konzepts sowie die organisatorisch-methodische Herangehensweise für die Umsetzung sowie 4. die Höhe des Architektenhonorars mit Punkten bewertet werden“, erklärt auf Anfrage der städtische Planungsdezernent Thomas Vielhaber das Verfahren.

Wer die meisten Punkte bekomme, erhalte den Zuschlag. „Dabei geht es nicht um persönliches, ästhetisches Empfinden, sondern um die objektiv nachvollziehbare Erfüllung von Kriterien“, betont Vielhaber. Der Planungsdezernent durfte nach Ende der nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses nicht den Namen des Architekturbüros nennen, das den Zuschlag erhielt, weil eine zehntägige Zuschlagsfrist zu beachten ist.

Stadt schweigt 10 Tage

Kostenmanagement und Terminsteuerung waren Teilbereiche des Kriterienkatalogs bei der Vergabe-Entscheidung. Um auf heute nicht ausschließbare Gefahren wie eine Kostenexplosion während der Bauphase oder extreme Verzögerungen hinsichtlich der Baufertigstellung schnell reagieren zu können, besteht der kommunalpolitische Wille, für den Rathaus-Umbau eine mit Politikern und Verwaltungsmitarbeitern bzw. Baufachleuten besetzte Steuerungsgruppe einzusetzen. Zusätzlich beantragt die SPD-Fraktion einen Vertreter der Behindertenvertretung/Interessenvertretung in die Baukommission aufzunehmen. Denn Barrierefreiheit ist ein wichtiges Ziel des Umbaus. „Daher sollten insbesondere die Belange von Menschen mit Sinnesbeeinträchtigung Berücksichtigung finden“, so die SPD.

Ende 2020 / Anfang 2021 soll Bau fertiggestellt sein

Mit zwei bis zweieinhalb Jahren Bauzeit wird für den Umbau des Rathauses kalkuliert. Die Bauarbeiten sollen Ende 2018 beginnen. Die Rathaus-Beschäftigten würden dann in Räume der Realschule Neheim umziehen,die zu einem Auslauf-Modell geworden ist (seit einigen Jahren wurden keine neuen Schüler aufgenommen). Der Rathaus-Umbau kostet inklusive neuem Inventar, Umzug und Herrichtung von Realschul-Räumen etwa 30 Millionen Euro. Die Stadt Arnsberg kalkuliert mit etwa 15 Millionen Euro Landesfördermittel.

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