KiJu Neheim

Praktikum im KiJu Neheim macht Spaß ohne Ende

Zufriedenes Quartett: die beiden Jahrespraktikanten Maike Tigges und Phil Sievers (außen) mit ihren „Chefinnen“ Kerstin Arndt und Christina Sodenkamp. Foto:Achim Benke

Zufriedenes Quartett: die beiden Jahrespraktikanten Maike Tigges und Phil Sievers (außen) mit ihren „Chefinnen“ Kerstin Arndt und Christina Sodenkamp. Foto:Achim Benke

Neheim.  Maike Tigges und Phil Sievers sind für ein Jahr im Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) Neheim aktiv. Jeden Monat ein Mini-Projekt.

Erzieherinnen und Erzieher sind in Deutschland eine sehr stark nachgefragte Berufsgruppe. Viele Arbeitsstellen bleiben unbesetzt. Der Frauenanteil ist durchweg höher als der Männeranteil.

Im Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) Neheim absolvieren seit dem 1. August 2017 Maike Tigges und Phil Sievers jeweils ein Jahrespraktikum.

Viele Jugendliche, die an einer Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft interessiert sind, denken in den meisten Fällen an ein Praktikum in einer Kindertagesstätte. Das kann man aber auch bei uns machen“, betont Kerstin Arndt, Diplom Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin und KiJu-Leiterin.

Jeder Tag ist anders

Phil Sievers aus Arnsberg ist 17 Jahre alt und Schüler des Berufskollegs am Eichholz. Maike Tigges (18) aus Ainkhausen besucht das Berufskolleg Olsberg. Beide wollen ihr Fachabitur im Bereich Erziehung und Soziales machen.

Zum Studium gehört das Jahrespraktikum. „Mein Traumberuf ist eigentlich Polizist. Da ich dafür das Abitur brauche, habe ich mich für den sozialpädagogischen Bereich entschieden“, so Sievers. Er hätte nicht gedacht, dass der Beruf so abwechslungsreich ist. „Jeder Tag ist anders. Man wird stets mit neuen Aufgaben konfrontiert. Das macht den Job so interessant. Es wird nie langweilig und eintönig“, schwärmt Sievers.

Bei gutem Wetter geht es an die frische Luft, bei schlechtem Wetter gibt es Spiele im KiJu. Maike Tigges ist KiJu vorbelastet. Ein früheres Schulsozialpraktikum machte es möglich. Auf der Suche im Internet nach einem Praktikumsplatz stießen beide zufällig auf die Neheimer Jugendeinrichtung. „Nach unserer positiven Bewerbung konnten wir das KiJu-Team und einige Kindergruppen vor dem Beginn des Praktikums kennenlernen. Das war sehr gut“, meint Maike Tigges. Jeden Monat müssen sie ein Mini-Projekt organisieren.

„Da lassen wir den Praktikanten freie Hand. Es wird vorher alles mit uns abgesprochen und ein kurzes Konzept erstellt“, so Christina Sodenkamp, pädagogische Mitarbeiterin. Das fordert die Praktikanten, sie bekommen Hintergrundwissen und verstehen Pädagogik besser. Tigges betreut die Mädchengruppe „Sport“. „Ich habe schon früh erkannt, dass ich einen guten Draht zu Kindern und Jugendlichen habe. Es macht mir einfach Spaß mich mit ihnen zu beschäftigen“, so die junge Frau.

Gute Unterstützung

Beide Praktikanten sind sich einig; am Abend heißt es: „Das war wieder ein geiler Tag. Jeder Tag ist ein neues Highlight für uns.“ Sie kämen gar nicht auf die Idee zu sagen: „Es war wieder stressig, ein Glück, dass der Tag vorbei ist.“ Die beiden Praktikanten sind davon überzeugt, dass es an der guten Qualität der Unterstützung durch das KiJu-Team liegt. „Für uns sind es genauso Mitarbeiter wie die anderen im Team. Man gehört sofort dazu“, so Arndt. Durch ihre Unerfahrenheit und ihren Fragen bringen die Praktikanten frischen Wind in die pädagogische Arbeit.

Beide sind auch Ansprechpartner. „Man muss Kumpel sein und sich gegenseitigen Respekt zeigen. Dann klappt es sehr gut“, so Sievers. Tigges würde das Jahrespraktikum gerne verlängern. Leider ist es nicht möglich. Sie und Sievers wollen sich deshalb weiterhin im KiJu ehrenamtlich engagieren.

Fortsetzung – als Ehrenamtler

„Das Angebot nutzen auch schon einige unserer Ehemaligen. Ihnen macht es Spaß, weiterhin bei uns Gruppenarbeit zu leiten“, meint Sodenkamp. Sie und Arndt wünschen sich, dass man einfach mal ins KiJu hinein kommt und sich das Gebäude von innen anschaut. „Dann bekommen sie einen ganz anderen Eindruck. Eben nur mal reinschauen“, so Arndt.

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