Masterplan Sport

Politik will bei Plänen für Arnsberger Sport mitreden

Grundschul-WM im Stadion Große Wiese - auch das ist Teil der Sportlandschaft.

Grundschul-WM im Stadion Große Wiese - auch das ist Teil der Sportlandschaft.

Foto: Katrin Clemens

Arnsberg.   Bei Auswahl der externen Berater für „Masterplan Sport“ und Zukunftskonzept des Arnsberger Sports möchte die Politik ein Wörtchen mitreden.

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Für die Analyse und die Umsetzung des von der Stadtverwaltung Arnsberg geplanten Masterplans Sport wird nun unter drei Bewerbern ausgewählt, welches externes Büro oder Institut für die Maßnahme zur künftigen Ausrichtung der Arnsberger Sportlandschaft und -infrastruktur herangezogen wird. In dieser Woche stellte Marc Vollmer vom städtischen Sportbüro den Verfahrensstand im Sport- und Kulturausschuss vor.

Auf das Projekt „Masterplan Sport“ hatte es bis Anfang September sieben Bewerbungen aus ganz Deutschland gegeben. Alle Büros und Institute wurden gebeten, ein Angebot und das Umsetzungskonzept einzureichen. Letztendlich waren drei konkrete Angebote eingegangen. „Alle Büros wurden eingeladen“, so Marc Vollmer, „alle sind auch sehr positiv rübergekommen“. Neben Instituten aus Potsdam und Stuttgart, die als etablierte Anbieter bereits mehrere Kommunen beraten hatten, stellte sich auch die Uni Paderborn als „Newcomer“ auf diesem Feld vor. „Die gehen einen deutlich anderen Weg als die Etablierten“, so Peter Kleine, Leiter des Fachbereichs.

Vereine wollen gehört werden

Von der Vielfalt der Ideen und Ansätze der Institute zeigte sich Marc Vollmer angetan. „Es gibt sehr unterschiedliche Herangehensweisen“, sagt er, „bei allen steht aber die Partizipation im Vordergrund“. Die Teilhabe der Vereine und auch nicht vereinsgebundener Bürger bei der Zukunftsausrichtung der Arnsberger Sportlandschaft ist sowohl der Verwaltung als auch der Politik wichtig. Vor allem viele Vereine fürchten, bei dem Prozess nicht mitgenommen und möglicherweise sogar als Verlierer abgehangen zu werden.

Jetzt gilt es, das externe Büro auszuwählen, das den Prozess steuern soll. Hier wünschen sich die Ausschussmitglieder ein hohes Maß an Transparenz. „Die Bürger sind gespannt auf das, was da kommt“, sagt Ausschussvorsitzender Peter Blume (CDU), „und vielleicht kann die Politik bei der Auswahl des Büros ja schon einen wichtigen Hinweis geben“. Das wünscht sich auch Margit Hieronymus (SPD): „Wir sollten gemeinsam überlegen und vorher mit reingucken“, fordert sie. Die Politik macht klar: sie will bei der Zukunftsfrage der Sportinfrastruktur ein Wörtchen mitreden.

Bewertungsmatrix an die Fraktionen

Das kann sie nun schon bei der Auswahl des Büros für den „Masterplan Sports“, für das 60.000 Euro im Haushalt eingestellt sind und zur Verfügung stehen. Tatsächlich bewegen sich die Angebote nach Angaben der Verwaltung alle in etwa in diesem Bereich. Der Politik geht es aber in diesem Fall weniger um die Kosten als um die Herangehensweise und Inhalte, die die Institute vorschlagen. Die Fraktionen erhalten nun zeitnah von der Verwaltung eine Bewertungsmatrix, um Vergleiche ziehen zu können. „Die Preise und die Namen der Bewerber können da ja gerne geschwärzt werden“, so Peter Blume.

Die Politik und die Parteien werden dann Empfehlungen abgeben, mit welchem Büro gearbeitet werden soll. Das alles geschieht nicht ohne Zeitdruck. Start des „Masterplans Sport“ soll schon im Januar des nächsten Jahres sein. Marc Vollmer geht bei der Analyse des Instituts ohnehin von einem Bearbeitungszeitraum von zwölf bis 18 Monaten aus.

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