Kirchengemeinde

Neheimer Senioren sollen Wertschätzung erleben

Michaela Hollein vor der Christuskirche

Michaela Hollein vor der Christuskirche

Foto: Martin Schwarz

Neheim.   Die neue Gemeinde-Schwester Michaela Hollein will älteren Leuten bei Besuchen und im Seniorenkreis das Gefühl vermitteln: „Wir sind für euch da!“

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In einer Zeit, in der viele Senioren allein leben, weil der Partner verstorben ist und die Kinder fernab der alten Heimat wohnen, kommt der aufsuchenden diakonischen Arbeit eine zunehmende Bedeutung zu. Deshalb entschied sich die evangelische Kirchengemeinde Neheim, Michaela Hollein als Gemeinde-Schwester (auf Mini-Job-Basis) einzustellen. Die 49-jährige Neheimerin wird sich einige Stunden in der Woche insbesondere um die Senioren in der evangelischen Kirchengemeinde Neheim kümmern - sei es im Seniorenkreis oder beim Besuchsdienst.

„Ich bin nicht in der Krankenpflege tätig“, betont Michaela Hollein und beugt sofort einem Missverständnis vor. Denn Mitarbeiterinnen in der ambulanten Krankenpflege wurden früher Gemeindeschwester genannt. Bereits 2011 gibt es aber in der Westfälischen Landeskirche ein neues Konzept für die Arbeit der „Gemeinde-Schwester“ . Auch wurde hierfür ein Fortbildungsprogramm entwickelt. Diese Weiterbildung hat Michaela Hollein absolviert und geht daher speziell geschult an die Arbeit.

Kommunikation auf Augenhöhe

Holleins Arbeitskonzept basiert auf Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe mit den Senioren. Bei Bedarf kann sie Senioren direkt helfen bzw. Hilfe vermitteln. Noch vor dem offiziellen Arbeitsantritt hat sie den bestehenden Seniorenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Neheim bei einigen Besuchen näher kennen gelernt und schon manche Kontakte zu den etwa 20 Frauen und Männern, die diesen Kreis regelmäßig besuchen, geknüpft. „Das waren im Seniorenkreis schon interessante Erfahrungen, bei denen ich auch selbst einiges gelernt habe - sei es bei Vorträgen oder im Gespräch miteinander“ sagt Michaela Hollein. In die Organisation des Seniorenkreises wird sie sich aktiv einbringen.

Die Gemeinde-Schwester erinnert daran, dass alle interessierten Senioren - unabhängig von der Konfession - am Seniorenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Neheim teilnehmen können. Der Seniorenkreis trifft sich an jedem 4. Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus neben der Neheimer Christuskirche (Burgstraße).

Als Kümmerin unterwegs

Ein wichtiges Aufgabengebiet der neuen Gemeinde-Schwester ist darüber hinaus die Koordination und die eigene Übernahme von Besuchsdiensten anlässlich hoher Geburtstage von Gemeindegliedern. „Ich bin gespannt, wie ich aufgenommen werde, wenn ich plötzlich vor der Tür stehe“, schmunzelte Michaela Hollein im Gespräch mit unserer Zeitung, als sie noch vor ihrer Feuertaufe ihres ersten Besuchs bei Senioren stand. Die Gemeinde-Schwester will ihre Besuche bei den Senioren nicht anmelden, um spontaner und leichter mit Senioren ins Gespräch kommen zu können.

Michaela Hollein blickt mit Freude auf die Besuche und meint: „Wir von der evangelische Gemeinde zeigen den Senioren: Wir sind für euch da! Wir wollen den Senioren das Gefühl vermitteln: Ihr seid angenommen, wir kümmern uns um euch!“

Die Aufgabe als Kümmerin übernimmt die neue Gemeinde-Schwester auch in einem anderen Bereich: Sie ist auch gemeindliche Ansprechpartnerin für die Leitungen des Bonhoeffer- und Arche-Kindergartens in Neheim, wenn zum Beispiel Dienstjubiläen von Kita-Mitarbeiterinnen oder Elternabende anstehen.

Neheimer Gemeinde ist Vorreiter im Stadtgebiet

Ich bin derzeit die erste und (noch) einzige Gemeindeschwester in den evangelischen Kirchengemeinden auf Arnsberger Stadtgebiet“, beschreibt Michaela Hollein eine Vorreiterrolle der evangelischen Kirchengemeinde Neheim auf Arnsberger Stadtgebiet. Die Neheimer Gemeinde bezahlt Holleins Arbeit auf Minijob-Basis.

Michaela Hollein (verheiratet, vier Kinder, im Neheimer Erlenbruch wohnend) ist vielen Neheimer Gemeindegliedern schon gut bekannt. Sie hat sich schon bei Krippenspielen, in der Kinderkirche oder im Konfirmandenunterricht engagiert. Seit 2016 ist Michaela Hollein Presbyteriumsmitglied.

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