Michaelschule

Neheimer Michaelschule wartet auf Start der Sanierung

Warten auf den Start der Sanierung heißt es derzeit an der Michaelschule in  Neheim.

Warten auf den Start der Sanierung heißt es derzeit an der Michaelschule in Neheim.

Foto: Torsten Koch / WP

Neheim.  Für die Sanierung der Neheimer Grundschule St. Michael stehen rund 260.000 Euro bereit - getan hat sich aber noch nichts.

Die Michaelschule ist „sanierungsbedürftig an allen Ecken und Enden“, stellen Ulrike Ludwig und Susanne Wagner während unseres Gesprächs nüchtern fest. Geld für die Sanierung stehe bereit – aber es tut sich nichts… Ludwig, kommissarische Leiterin der Grundschule, und Wagner, die ihr bei dieser Aufgabe zur Hand geht, betonen zwar, dass Eltern und Lehrer weiterhin auf eine gute Kooperation mit der Stadt vertrauen, mahnen aber gleichzeitig einen zeitnahen Beginn der ausstehenden Maßnahmen an.

Vor allem neue Möbel sind wichtig

Was steht aus? Neben Malerarbeiten, Erneuerung von Waschbecken und Fliesenspiegeln in den Klassenräumen vor allem die Anschaffung moderner, zweckmäßiger Schulmöbel. Schon während einer Begehung mit Vertretern des Arnsberger Schulamtes Anfang 2018 wurde der Bedarf festgestellt. Als die Michaelschule im Februar 2019 vom Ratsbeschluss zur Sanierung städtischer Schulen mit Landesmitteln (Förderprogramm Gute Schule 2020) in Kenntnis gesetzt wurde, schien alles gut zu werden.

Vorschläge und Wünsche wurden von Lehrerkollegium und Schulkonferenz gesammelt, eine Prioritätenliste erstellt und schon im März an die zuständige Stelle im Rathaus weitergeleitet. Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich – gemeinsam mit Schülern – auf die Suche nach geeigneten Möbeln machte. Diese waren schnell gefunden: Favorisiert wird ein Fußrastenstuhl (ermöglicht dynamisches Sitzen und Lernen für „Kleine und Große“) sowie ein sehr flexibler Fünfecktisch. „Wir haben sogar ein Angebot eingeholt und an die Stadt geschickt“, berichtet Susanne Wagner. Vom Preis her passt alles – immerhin stehen rund 260.000 Euro aus dem „Gute Schule-Topf“ zur Verfügung. Aber: „Bis heute ist eigentlich gar nichts passiert“, können die beiden engagierten Pädagoginnen ihre Enttäuschung kaum verbergen.

Stadt nimmt Stellung

Warum nicht? Auf Nachfrage bei der Stadt hat deren Sprecher Elmar Kettler folgende Info kommuniziert: „Der Rat der Stadt Arnsberg hat für die Grundschulen der Stadt zur Sanierung ein Gesamtbudget in Höhe von 2,6 Millionen Euro – aus den zur Verfügung stehenden Fördermitteln – beschlossen. Hier entfällt auf die Grundschule St. Michael ein Anteil in Höhe von rund 260.000 Euro.“

Nach erfolgten Begehungen und Absprachen mit den Schulen seien die einzelnen Maßnahmen festgelegt worden. Hier handele es sich sowohl um bauliche Sanierungsmaßnahmen als auch Erneuerung beziehungsweise Ersatz der Möblierung in den Schulen. „Im Bereich der Möblierung hat die Schule ihren exakten Bedarf mitgeteilt“, bestätigt Kettler die Bemühungen der Michael-Schulkonferenz. Die Beschaffung erfolge durch den Fachdienst Schule der Stadt – aufgrund der Höhe des Budgets im Regelfall durch öffentliche bzw. beschränkte Ausschreibungen. „Für die baulichen Maßnahmen werden derzeit Ausschreibungen vorbereitet, um Planungsfirmen zu finden, die die Umsetzungsprozesse begleiten“, heißt es weiter aus dem Rathaus.

Eine schöne Formulierung, besser klingt aber der Wunsch der Michael-Schulgemeinde: „Es wäre gut, wenn das Geld, das ja vorhanden ist, auch bald ausgegeben werden kann...“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben