Rekordergebnis

Neheimer kfd packt 572 Weihnachtspäckchen für Osteuropa

Neun Jugendliche helfen der kfd  St. Johannes Baptist Neheim beim Packen der Weihnachtspakete. Insgesamt wurden 572 Weihnachtspakete für die Osteuropahilfe gepackt

Neun Jugendliche helfen der kfd St. Johannes Baptist Neheim beim Packen der Weihnachtspakete. Insgesamt wurden 572 Weihnachtspakete für die Osteuropahilfe gepackt

Foto: Kirsten Ante-Bühner

Neheim.  Die Neheimer kfd St. Johannes erzielt mit Weihnachtspäckchen-Aktion für arme Kinder das beste Sachspenden-Ergebnis in elf Jahren.

572 Weihnachtspakete aus Neheim werden sich vor Weihnachten auf den Weg nach Serbien und Ungarn machen. Seit elf Jahren packt die kfd St. Johannes Baptist Neheim Weihnachtspakete für die Csilla-von-Boeselager-Stiftung Osteuropa-Hilfe e.V. „Es ist das beste Ergebnis, das wir bisher erreicht haben. Es ist einfach wunderschön zu sehen, wie viele Menschen diese Aktion unterstützen“, freut sich Mechthild Topp.

Neun Jugendliche helfen

Morgens machte sich Topp noch Sorgen, wie sie den Tag organisiert bekommt. „Einige Frauen, die uns helfen, waren zur Chorprobe in Bonn. Doch als wir starteten, waren viele Helfer da“, so Kirsten Ante-Bühner. Darunter neun Jugendliche, die kräftig anpackten. Die 14-jährige Patricia Konrad kommt seit fünf Jahren ins Pfarrheim an der Goethestraße und hilft beim Packen der Weihnachtspakete. „Ich fand es beim ersten Mal so toll, das Waffelbacken, Kaffee kochen und dann das Packen der Pakete. Die Weihnachtszeit ist sehr schön“, so die Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums (SUG).

Sie bedauert, dass sich nicht mehr Jugendliche in ihrem Alter am Packen beteiligen. „Es ist doch nur ein Tag im Jahr, der vielen Menschen in den armen Ländern viel Freude bereitet“, betont Patricia Konrad. Sie würde gerne dabei sein, wenn die Weihnachtspakete an die Kinder und Erwachsenen verteilt werden. Sie meint weiter: „Ich kann mir die Reaktion der Menschen nur vorstellen. Sie sind sicher überglücklich. Vor Ort würde ich auch sehen, wo und an wen die Pakete verteilt werden.“

588 Euro an Geldspenden

Im SUG engagiert sie sich im Arbeitskreis „Miramar“ (Peru) und wird als Schulsanitäterin ausgebildet. Schüler des SUG haben sich mit Paketen an der kfd-Aktion beteiligt. Weitere Gruppen wie „Pro Vita“, die Caritas St.-Michael, St. Elisabeth und St. Franziskus unterstützen seit Jahren das Projekt. „Das ganze Projekt hat sich gut etabliert. „Die Spender wissen genau, dass alles zu 100 Prozent den Menschen in Ungarn, Serbien und Rumänien zugutekommt“, betont Topp. Sie ergänzt, dass Dr. Erzsébet Alemany von der Csilla von Boeselager Stiftung einen Vortrag bei der kfd hielt. „Das hat nochmal einen richtigen Schub gegeben“, meint Ante-Bühner und berichtete von einem Projekt in Osteuropa. Wenn die Kinder zur Schule kommen, werden sie zuerst geduscht, bekamen dann ihre Schulkleidung und Frühstück. Am Nachmittag geben sie die Schulkleidung wieder ab.

„Das haben die Kinder zuhause nicht. Besonders das Thema Hygiene. Einige Schüler haben nach dem Abschluss eine gute berufliche Ausbildung bekommen“, so Topp. „Die vorbereiteten Kartons haben nicht gereicht. Wir mussten noch weitere Schuhkartons von den Schuhgeschäften in der Stadt besorgen. Das ist völlig problemlos“, freut sich Topp. Einige Frauen, die nur Geschenke vorbeigebracht haben, halfen spontan beim Packen. Die zusätzlich aufgestellte Spendenbox war mit 588,65 Euro gefüllt.

„Die Geldspenden werden für die Transportkosten der Weihnachtspakete benötigt“, erklärt Topp. „Wir möchten uns - auch im Namen von Ildikó Freifrau von Ketteler-Boeselager - bei allen Spendern und Helfern herzlich bedanken. Ohne sie wäre eine solche Aktion nicht zu schaffen“, so Mechthild Topp.

Die Kartons werden für die verschiedenen Altersgruppen verpackt und werden danach in Umzugskartons sortiert. Dabei halfen die Söhne von Ante-Bühner, Valentin und Till-mann.

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