Literatur

Neheim: Lehrer schreibt neue Geschichten über „Herrn Nipp“

 Autor, Künstler und Lehrer Haimo Hieronymus stellt jetzt sein neues Buch „Herr Nipp – Guppy in Gin“ vor.

 Autor, Künstler und Lehrer Haimo Hieronymus stellt jetzt sein neues Buch „Herr Nipp – Guppy in Gin“ vor.

Foto: Frank Albrecht

Neheim.  Autor, Künstler und Lehrer Haimo Hieronymus veröffentlicht ein neues Buch mit dem Titel „Herr Nipp – Guppy in Gin“.

Ist es der Blick auf Haarspalterei, oder der auf Scharmützel? Vielleicht auch der auf die Kultur? Seit langem schon macht sich „Herr Nipp“ so seine Gedanken dazu. „Herr Nipp“, das ist die beobachtende und erzählende Figur aus der Hand des Neheimer Künstlers und Lehrers Haimo Hieronymus, die zu vielem aus der Gesellschaft etwas zu sagen und zu denken hat. Gerade erschienen ist ein neues Buch mit seinen Beobachtungen, Meinungen und Gedanken – ein weiteres aus dem „Nipp-Universum“, wie der Autor die Sammlung von mehreren Büchern mit seiner Figur nennt.

Für Haimo Hieronymus ist es jetzt genau das 20. Jahr mit jeweils einem Buch. „Herr Nipp – Guppy in Gin“, so der Titel. „Von Mai bis August konnte ich die kultur-arme Zeit nutzen“, erzählt Haimo Hieronymus mit einem Probedruck des neues Buches in der Hand.

Herr Nipp hat im Internet auf einem Blog seit langem seinen festen Platz, aber immer wieder schaffen es die Geschichten greifbar auf ein Blatt Papier, viele von ihnen zu einem Buch vereint. So eines gibt es jetzt wieder aus der Hand von Hieronymus, spitz gesehen in alle Richtungen. Mit allgemeinen Gedanken und Geschichten, mit ortsspezifischen Erlebnissen und immer mit ernsten Themen, die einen freundlichen Abschluss nicht vermissen lassen: Das ist der Anspruch der Geschichten vom „Herrn Nipp“ und dem, was er erlebt hat.

Anekdoten im Blog

Fast jeden Tag und in den Zeiten des Corona-Lockdowns für die schönen Dinge des Lebens noch intensiver, wird der Blog im Netz gefüllt. „Teilweise kann und soll man auch schmunzeln“, sagt Autor Hieronymus. Auf jeden Fall haben die Geschichten deutlich autobiografische Züge, sind Gedankenspiele über Menschen und Situationen in Neheim, in Hüsten – in Arnsberg und der Welt überhaupt. Herr Nipp denkt über Sicherheitslücken im Internet nach und vergisst natürlich auch die Kultur nicht. Herr Nipp nimmt in dem Buch die Veränderungen in der Stadt auf, gibt die Erlebnisse wie dem auf dem Neheimer Möhnefriedhof weiter. „Die Figur von Herrn Nipp ist bewusst sehr widersprüchlich – mal Freund, mal Feind“, sagt der Autor.

Die Figur denkt natürlich auch nicht immer gleich lang und intensiv, und so sind die Texte aus dem Blog und die aus dem Buch folglich unterschiedlich lang und intensiv. Dabei ist Herr Nipp auch kritisch und regt sich beispielsweise – auf seine ganz spezielle Weise – über die Vernichtung von alten Gebäuden in Neheim auf. „Der Blick auf das lokale Geschehen ist wichtig“, resümiert Haimo Hieronymus die Absicht dieses Schreibens von Geschichten.

Unter dem Titel „Herbstbuch“ ist im Jahre 1990 das erste Buch von Hieronymus erschienen, das letzte vor diesem wurde 2019 veröffentlicht: „Fatale Wirkungen – Pilze und Märchen“ enthielt die Texte von Haimo Hieronymus und die Zeichnungen von Künstler-Kollegin Stefanie Neuhaus – beide sind auch in der Werkstattgalerie der Bogen aktiv.

Für das Jahr 2020 ist Herr Nipp mit der Beobachtung der kleinen Dinge des Lebens noch nicht fertig – im aktuellen Buch ist ein großer Teil seiner Geschichten jetzt aber erst einmal zusammen gefasst. Ein spannendes Spiel mit Bedeutungen, Inhalten und Erwartungshaltung von Menschen in Arnsberg und überhaupt.

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