Premiere vor Petrikirche

Multireligiöses Friedenspicknick mit Tempeltanz in Hüsten

Die Darbietungen der Tempeltänzerinnen bilden den Höhepunkt des multireligiösen Friedensgebetes beim Picknick in St. Petri Hüsten

Die Darbietungen der Tempeltänzerinnen bilden den Höhepunkt des multireligiösen Friedensgebetes beim Picknick in St. Petri Hüsten

Foto: Frank Albrecht

Gelungene Premiere vor der Hüstener Petrikirche: Zu einem multireligiösen Friedenspicknick kamen 120 Leute zusammen.

Hüsten „Friedens(t)räume“ waren am Sonntag das Motto des zentralen Picknicks in der Gemeinde St. Petri Hüsten. Auf dem Kirchplatz waren Bänke und Tische gestellt und gut 120 Besucher feierten und speisten unter dem gewählten Motto. Auf der Ladefläche eines Lastwagens gab es eine kleine Bühne, von der aus Gebete und Friedenstänze geschickt wurden.

Das Wetter hätte für diese Open-Air-Veranstaltung in Hüsten nicht besser sein können: Direkt nach dem Hochamt in der Kirche zog es die Besucher des Gottesdienstes ins Freie und an die Tische, auf denen sie ihre Zutaten für das Picknick ausbreiten konnten. Das Programm für das multireligiöse Picknick in der Gemeinde startete mit dem Anzünden einer Friedenskerze, die von einer Familie aus der Gemeinde eigens dafür gefertigt worden war.

Imposantes Friedensgebet

Zum Friedensgebet, das dem geselligen Teil der Veranstaltung vorweg geschickt wurde, sorgte der Jugendchor St. Petri unter Leitung von Bernadette und Peter Volbracht für musikalischen Genuss. So wurden einige Lieder gesungen und die Gäste des Picknicks in die richtige Stimmung gebracht.Bei den Fürbitten inmitten der Feier gedachten Pfarrer Danile Meiworm sowie die Amtskollegen Reinhard Weiß und Ulrike Rüter von der evangelischen Kirche u.a. der Opfer des weltweiten Klimawandels. Für die muslimische Gemeinde überbrachte Tarek Ersöz die Grüße des Iman und las ein Gebet vor. Höhepunkt des Friedensgebetes war der Auftritt der Tempeltänzerinnen, der bei den Besuchern auf große Beachtung und Beifall stieß.

Daniel Meiworm rief anschließend die Botschaft der Bergpredigt in Erinnerung und lud alle zum Teilen ein, wovon im Anschluss an den Tischen reichlich Gebrauch gemacht wurde. Immer wieder wurden die selbst gemachten Leckereien an den Tischen herumgetragen und konnte probiert werden.„Das ist eine sehr gelungene Veranstaltung“, lobte Pfarrer Reinhard Weiß aus der evangelischen Gemeinde. Nicht nur eine ökumenischen, sondern gleich eine multireligiöse Veranstaltung zu bieten, sei für ihn eine Premiere in dazu schöner Atmosphäre. Claudia Hoffmann aus Ense-Bremen, die im Haus Klostereichen arbeitet, ist begeistert. „Das ist eine schöne Gemeinschaft über Religionen hinweg“, schwärmt sie. „Schön gelaufen, der erste Versuch ist gelungen“, kommentiert Britta Jäger vom Orga-Team. Zusammen mit dem Nachbarschaftspicknick, das es im nächsten Jahr wieder geben solle, könne das zentrale Picknick gut im Wechsel stattfinden.

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