Komplett-Sanierung

Müscheder Turnhalle bis Sommer im Umbau

In der Müscheder Turnhalle wurde der alte Sportboden schon entfernt

Foto: Ted Jones

In der Müscheder Turnhalle wurde der alte Sportboden schon entfernt Foto: Ted Jones

Müschede.   Gebäude wird in Rohbau-Zustand zurückversetzt . Sportboden, Hallendecke sowie Umkleide- und Sanitärbereich werden erneuert.

Die Turnhalle Müschede wird derzeit umfangreich saniert und energetisch erneuert. Die Arbeiten im städtischen Gebäude begannen in den Weihnachtsferien 2017/18 und sollen im Sommer 2018 abgeschlossen sein. Die direkt an die Grundschule Müschede angrenzende Turnhalle wird komplett entkernt und der Sanitärbereich vollständig erneuert. Bei einer Baustellenbegehung hatte gestern unsere Zeitung Gelegenheit, sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten zu machen.

Neue Wände gezogen

In den vergangenen fünf Wochen wurden der Hallenfußboden sowie weitere Bodenbeläge (einschließlich der Fliesen im Sanitärbereich) entfernt. Die jeweiligen Umkleide- sowie Wasch-/Duschräume für Jungen und Mädchen wurden räumlich neu strukturiert. Alte Wände wurden in einen Rohbau-Zustand zurückversetzt, in Teilbereichen wurden neue Wände gezogen. In den vergangenen fünf Wochen wurde also schon viel geschafft. Bereits Mitte Dezember 2017 war die Turnhalle leer geräumt worden. Alle Geräte wurden entfernt, damit die Bauarbeiten in den Weihnachtsferien beginnen konnten.

Auch Inklusions-Erfordernisse werden berücksichtigt. Es ist ein barrierefreier Zugang über die Pausenhalle vorgesehen und darüber hinaus wird durch eine weitere Neustrukturierung des Grundrisses ein behindertengerechter Sanitärbereich geschaffen.

Energetisch saniert werden Außenwände, Fenster und Böden der 1974 erbauten Turnhalle. Die Duschräume erhalten gemäß heutiger Anforderungen eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Elektrik- und Beleuchtungssanierung erfolgt nach den Zielen der vorgegebenen Energie- und CO2-Einsparungen. Die defekte Lüftungsanlage wird demontiert und durch eine natürliche Fensterlüftungsmöglichkeit ersetzt. Im Hallenbereich werden der Sportboden und die Hallendecke erneuert. Die Beheizung erfolgt demnächst über eine integrierte Fußbodenheizung.

Ausweichmöglichkeiten geschaffen

Für die Zeit der Hallensanierung ist es notwendig, dass die Grundschule Müschede für den Sportunterricht in die Turnhalle der Grundschule Herdringen ausweicht. Die Müscheder Grundschüler nutzt die Turnhalle Herdringen (montags und freitags je 2 Schulstunden) zu den Zeiten, in denen die Grundschule bereits das Lehrschwimmbecken in Herdringen belegt. So entstehen keine weiteren Fahrtkosten. Darüber hinaus werden in der Müscheder Pausenhalle Bewegungsstunden durchgeführt oder bei guter Witterung Sport im Freien abgehalten, da sich die Fahrt nach Herdringen für Einzelstunden aus zeitlichen Gründen nicht lohnen würde.

TuS Müschede ist mit Zwischenlösung zufrieden

Im Nachmittags- und Abendbereich weicht der TuS Müschede auf andere Turnhallen aus. Der TuS nutzt für sechs Gruppen die Sporthalle Große Wiese sowie mit jeweils einer Gruppe die Zweifach-Sporthalle am Franz-Stock-Gymnasium, die Turnhalle Grimmeschule und die Turnhalle Mühlenberg. Auf Anfrage betont die Stadtverwaltung Arnsberg, dass mit diesen Ausweichmöglichkeiten allen Belegungswünschen des TuS Müschede entsprochen werden konnte. Auch der Vorsitzendes des TuS Müschede, Michael Heinze, ist mit der Lösung zufrieden. „Damit kommen wir klar“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Die Caritas-Werkstätten, die ebenfalls die Müscheder Turnhalle nutzen, weichen an zwei Terminen auf die Sporthalle Große Wiese aus.

Gesamtkosten belaufen sich auf 1 Million Euro

Die Gesamtkosten der Turnhallen-Sanierung belaufen sich auf rund eine Million Euro. Die Maßnahme wird im Bereich der Beleuchtungssanierung aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und für die weiteren energetischen Maßnahmen aus Mitteln des „Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes I“ des Bundes gefördert. Der Eigenanteil der Stadt Arnsberg bei der Gesamtmaßnahme liegt bei 500 000 Euro, also rund 50 Prozent.

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