Langsam-Raucher sind Genießer

Voßwinkel/Bergheim.   Der Voßwinkeler Pfeifenclub „Puba“ feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Clubjubiläum . Aus diesem Anlass richtete der Puba die 39. Westdeutsche Meisterschaft im Pfeifelangsamrauchen aus verbunden mit dem 5. Sauerlandpokal für nichtorganisierte Pfeifenraucher.

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Der Voßwinkeler Pfeifenclub „Puba“ feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Clubjubiläum . Aus diesem Anlass richtete der Puba die 39. Westdeutsche Meisterschaft im Pfeifelangsamrauchen aus verbunden mit dem 5. Sauerlandpokal für nichtorganisierte Pfeifenraucher.

Der Club besteht seit dem 14. März 1978, also exakt 95 Jahre nach Karl Marx Todestag. Wie es der Zufall will, fällt das Jubiläumsjahr 2018 genau 200 Jahre nach Karl Marx‘ Geburtsjahr zusammen. Man kann sicherlich von der Lehre des verstorbenen Staatsphilosophen halten, was man will, aber auch Pfeifenraucher kommen bei einer guten Pfeife gefüllt mit einem guten Tabak gern ins Philosophie-ren, gern auch kontrovers über Marx.

Die westdeutsche Pfeifenrauchszene am Wochenende aus dem Rheinland und Westfalen kam zum Wiedersehen, Reden, Philosophieren und natürlich zum Wettrauchen im Lokal Bergheimer Hof auf Bergheim zusammen. Der Club hatte auch ehemalige Puba-Mitglieder, die sich dem Club nach wie vor verbunden fühlen, eingeladen. So war auch Puba-Gründungsmitglied Peter Wawrzinek angereist, der seit vielen Jahren in Berlin wohnt. Ebenso war Andreas Knoche dabei, der eigens aus Leipzig angereist kam.

Insgesamt 45 Teilnehmer

Puba-Chef Schreiber begrüßte alle 45 Teilnehmer, von denen die Pfeifenraucher aus Köln und Würselen die meisten Teilnehmer stellten, und dankte den Premium-Sponsoren Pfeifen Heinrichs und Denicotea sowie dem Verband deutscher Pfeifenraucher und deren Präsident Kurt Eggemann.

Oberschiedsrichter Martin Gillert, auch ehemaliges Puba-Mitglied, eröffnete also den Wettkampf gegen 15 Uhr mit dem Kommando „Feuer frei“. Geraucht wurde übrigens dieselbe Tabakmarke, mit dem der im Jahr 2008 der bestehende Weltrekord von 3 Stunden 33 Minuten und 6 Sekunden erzielt wurde, also ein Kraut, das nicht so schnell abbrennt, allerdings schwierig anzuzünden ist. So musste bereits nach einer Minute und 40 Sekunden die erste Pfeifenraucherin „Pfeife aus“ melden. Alle anderen Teilnehmer kamen gut mit dem Tabak klar, so dass insgesamt sehr gute Zeiten insgesamt erzielt wurden, allerdings weit weg vom Weltrekord.

Siegerin bei den Damen wurde schließlich Irmgard Tropartz vom Rauchclub 1876 Haal aus Würselen, dem nachweislich ältesten Rauchclub der Welt. Die beiden Puba-Raucherinnen Rita Hampel und Heike Giese erreichten mit Zeiten knapp über bzw. unter 44 Minuten die Plätze vier und fünf.

Bei den Herren erreichte Puba-Mitglied Uli Schäfer den zweiten Platz mit einer Zeit von 1 Stunde und 27 Minuten und 8 Sekunden. Der Vorjahressieger musste sich lediglich dem Kölner Alfons Rosenbaum geschlagen geben, der nur 36 Sekunden länger rauchte. Auch die anderen „Pubisten“ erzielten gute Ergebnisse. So konnte Andreas Giese mit 1:18:45 h Platz 5 errauchen und das ursprünglich aus Kirgisien stammende Puba-Mitglied Fjodor Tkachenko erreichte mit 1:14:38 h Platz 8. Puba-Chef Andreas Schreiber kam mit 0:58:30 h auf Platz 13, Ingo Hauschulte mit 0:47:02 h auf Platz 16, Uli Hampel wurde mit 0:45:40 h 17. und Jochen Wolff erreichte mit 0:41:06 h Platz 22.

In Mannschaftswertung siegt Köln

Bei den Mannschaften siegte überlegen der 1. Kölner Pfeifenclub mit einer Rauchzeit von drei gewerteten Rauchern mit einer Zeit von 3 Stunden 52 Minuten und 39 Sekunden, vor denm Rauchclub Haal 2 mit 3:31:57 h. Das Team Puba 2 mit Andreas Giese, Fjodor Tkachenko und Ingo Hauschulte konnte mit einer Zeit von 3:20:25 Platz 3 erzielen.

Die Damen des Puba erzielten ebenfalls Platz 3 hinter den beiden Teams aus Würselen.

Klar, dass nach dem Wettkampf bei diversen Kaltgetränken und Pfeifenfüllungen noch darüber philosophiert wurde, was man hätte besser machen können usw.

Im kommenden Jahr findet die Westdeutsche Meisterschaft voraussichtlich in Köln statt.

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