Europa

Lagast referiert im Arnsberger Laurentianum zu EU-Recht

Laurentianum-Lehrer Thomas Loxtermann (rechts) und seine Schüler mit ihrem Gast, dem EU-Rechtler Dominique Lagast (Zweiter von rechts) vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Laurentianum-Lehrer Thomas Loxtermann (rechts) und seine Schüler mit ihrem Gast, dem EU-Rechtler Dominique Lagast (Zweiter von rechts) vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Foto: Torsten Koch

Arnsberg.   Dominique Lagast vom Bundesfinanzministerium besucht seine alte Schule und spricht über EU-Recht. Schüler vom Laurentianum diskutierten mit ihm.

Ein Hauch von Europa wehte durch das Laurentianum: Im Zuge des EU-Bürgerdialogs hat ­Dominique Lagast, Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, mit 55 interessierten Jugendlichen über ­diverse Aspekte der Wirtschafts- und Währungsunion diskutiert. ­Fazit des Experten für Europarecht nach 120 spannenden Minuten: „Europa lässt keinen kalt“.

Die zum Auditorium umfunktionierte Bibliothek in einem Nebenflügel des Gymnasiums ist dem aus Berlin angereisten Juristen nicht fremd; Dominique Lagast ist gebürtiger Arnsberger, wuchs in Oeventrop auf – und hat am Laurentianum sein Abitur gemacht: 1994.

„Back to the Roots“ also; und genau dieser Gang zurück zu den Wurzeln ist eine Grundidee des EU-Bürgerdialogs. Noch bis Ende 2018 finden in ganz Europa solche Bürgerdialoge statt, bei denen Vertreter von Regierungen/Ministerien mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen: „#BMFOnTour“ führt Mitarbeiter des Bundesministeriums der ­Finanzen (BMF) an ihre Heimatschulen, um dort über Europa zu sprechen; über die Zukunft des Euro, der Währungsunion und des EU-Haushalts zu informieren.

Für Ladegast ein willkommener Anlass, seine alte „Penne“ zu besuchen; und ein ebenso willkommener Anlass, einmal über seine wichtige, aber meist im Verborgenen zu leistende Arbeit zu berichten. In Arnsberg hat der „Ex“ offene Türen ein­gerannt – ein kurzes Telefonat genügte, um einen Termin festzulegen; schließlich hat man nicht jeden Tag einen Fachmann für Europarecht als Referenten zur Hand.

Auch Lehrer Thomas Loxtermann, er unterrichtet Geschichte und Sozialwissenschaften, freut sich über den Gast aus Berlin, der zum Einstieg einige Grundlagen vermittelt – und anschließend in die Diskussion mit den angehenden Abiturienten einsteigt.

Broschüren und Gummibärchen

Eine vielschichtige, teils kontroverse Unterhaltung, denn der europäische Gedanke kommt dieser Tage schon mal ins Straucheln...

Um das Erzählte nicht in Ver­gessenheit geraten zu lassen, hat der Mann aus der Bundeshauptstadt Infobroschüren mitgebracht – und kleine blaue Tütchen mit der Aufschrift „So klingt Europa“. Gefüllt sind diese mit Gummibärchen; und sie scheinen besser anzukommen als das Druckwerk.

Trotzdem fährt der 43-jährige BMF-Mann zufrieden zurück nach Berlin, inzwischen sein Lebens­mittelpunkt, denn: „Interesse an meiner alten Schule ist natürlich noch immer vorhanden“, sagt Lagast mit Blick auf das Laurentianum. Und seine Info-Mission hat er ebenfalls erfüllt: Spätestens, wenn alle ­Gummibärchen verzehrt sind, sollte der ein oder andere Pennäler einen Blick in die Flyer über EU-Haushalt und Europapolitik werfen – schließlich liegt das Sauerland ja mitten in Europa...

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