Kunstlehrwerkstatt lädt ein

Kultur-Marathon im Kunstwerk Neheim

Kunst-Werk lädt zum K-Sonntag. 

Kunst-Werk lädt zum K-Sonntag. 

Foto: Frank Albrecht

Neheim.  Zehn Stunden „Kultur pur“ verspricht der „K-Sonntag“ am 3. November im Neheimer Kunstwerk.

Bis zu zehn Stunden Kultur – die gibt es jetzt beim ersten „K-Sonntag“ im Neheimer Kunst-Werk an der Möhnestraße. Die Kunst Lehrwerkstatt und ihre Akteure haben eingeladen, sich an einem wohl gewählten Kulturmarathon am 3. November in Neheim zu beteiligten.

Auf dem Programm steht tagsüber ein breit gefächertes Angebot, das Film, Talk, Ausstellung und ein Konzert miteinander in Verbindung bringt. Die Organisatoren haben ganz bewusst die Vielfalt der Kultur im Auge und wollen ein ebensolches Publikum ansprechen. Das zahlt Eintritt nur für das Konzert mit Tango Ensemble „Contrabajando“ am Abend. Konzerte, Ausstellungen oder Theater – alles hat es im Kunst-Werk schon einzeln gegeben. Immer wieder konnte dazu ein entsprechend begeistertes Publikum gewonnen werden. „Jetzt ist einmal ein ganzer Kultur-Sonntag im Kunst-Werk unser Ziel“, beschreibt Mit-Organisator Christoph Meinschäfer die Absicht.

Und natürlich – wie man es von den Veranstaltungen im Kunst-Werk gewohnt ist – kommt die Qualität des Angebotes am K-Sonntag nicht zu kurz. So werden mit Schauspieler Stephan Kampwirth und Drehbuch-Autor Volker A. Zahn zwei Große aus der Welt des deutschen Films erwartet, die beide auch noch aus Arnsberg kommen. Der aktuelle Anlass für ihren Auftritt im Rahmen eines Talks ist nicht weit weg: Am kommenden Mittwoch, 23. Oktober, läuft in der ARD der Film „Was wir wussten – Risiko Pille“. Der Film beschreibt die Skrupel eines Verantwortlichen in der Pharmaindustrie, der zwischen Skrupeln und Gewinn-Verpflichtung über Produktion und Vertrieb der Anti-Baby-Pille an jungen Frauen entscheiden muss. Wer den Film nicht zu diesem Datum sehen kann, hat noch vor dem Talk am K-Sonntag um 10 Uhr im Rahmen eines Frühschoppens mit Kaffee die Gelegenheit, sich mit dem Thema vertraut zu machen. Der Autor und sein Schauspieler sprechen im Anschluss unter dem Motto „Von Arnsberg in die große Filmwelt“ über das Thema, den Film und ihren persönlichen Weg dorthin.

Breuer zeigt „Heldinnen“

Eine ganz andere Art von Kultur kann die Künstlerin Astrid Breuer („Opfer der Möhnewiesen“) mit ihrem Programm bieten. Die Ausstellung „SHEROES: Heldinnen“ rückt bedeutende Frauen aus der Zeitgeschichte – natürlich in künstlerischer Verfremdung – in den Mittelpunkt. „Ich habe Frauen gewählt, die mich durch ihr Wesen oder ihre Arbeit stark beeindruckt haben“, erklärt Astrid Breuer bei der Vorstellung. Und von Frida Carlo über Angela Merkel bis zu Greta Thunberg sind die Persönlichkeiten dabei, die für ihre (Aus-) Wirkung in der Geschichte stehen. Breuer zeigt die Konterfeis der Frauen, die alle über einen Linol-Schnitt entstanden sind. Jede Frauen-Persönlichkeit wird im Zuge der Ausstellung in drei verschiedenen Druckvariationen zu sehen sein. Ein jeweils spezieller Objekt-Rahmen gibt dazu noch den thematisch passenden Hintergrund.

„Wir möchten den Gästen im Kunstwerk an diesem Tag ein entspanntes Kulturangebot machen“, beschreibt Christoph Meinschäfer die Idee. Für Verpflegung in den Kultur-Pausen soll auch gesorgt werden. Schließlich ist es das Ziel, verschiedene Besucher mit dem Kulturprogramm zu überzeugen.

Stilvoller Abend

Das gilt vor allem für den Abend: Dann gibt es mit dem Tango Ensemble „Contrabajando“ und ihrer Show „Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ die erste Klassik- und Jazz-Night im Kunst-Werk. Im Fotostudio von Christoph Meinschäfer bieten die fünf Musiker des Ensembles einen ganz besonderen Hörgenuss an, der vom herbstlichen Deutschland in deutlich wärmere Gefilde entführt. Für rund zwei Stunden sind die Zuhörer eingeladen, den K-Sonntag stilvoll mit Tango-Klängen zu beenden.

Tagsüber Eintritt frei

Besucher können wählen und sich ab 10 Uhr morgens einem durchgehend fast zehnstündigen Kultur-Marathon hingeben, oder auch einfach nur einzelnen Veranstaltungen aus dem Programm besuchen. Für Film und anschließenden Talk sowie die Ausstellungseröffnung bei Astrid Breuer gilt „Eintritt frei – Anmeldung erwünscht“, für die Klassik Jazz Night gibt es Eintrittskarten schon im Vorverkauf zu haben (im Kunst-Werk sowie im Score-Shop, Apothekerstraße 25).

Die Kunst Lehrwerkstatt, die als Veranstalter auftritt, gibt es schon seit einem Jahr. Unter anderen wurde die letzte große Ausstellung „Lux-gut“ über sie zur „Übernacht“ im Kunst-Werk veranstaltet.

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