Irish Folk

Kultband „Lady Godiva“ kommt zurück nach Herdringen

Die Musiker von Lady Godiva – Thomas Rünker (Tin-Whistle, Gesang, von links), Carlo Hellwig (Bass), Jan Beckmann (Gitarre), Thorsten Donner (Schlagzeug), Andreas Beckmann (Gesang), Ingo Schwingenheuer (Gitarre, Mandoline, Banjo) und Christian Eickel (Akkordeon) – geben 25 Jahre nach Bandgründung ein Konzert in Herdringen.

Die Musiker von Lady Godiva – Thomas Rünker (Tin-Whistle, Gesang, von links), Carlo Hellwig (Bass), Jan Beckmann (Gitarre), Thorsten Donner (Schlagzeug), Andreas Beckmann (Gesang), Ingo Schwingenheuer (Gitarre, Mandoline, Banjo) und Christian Eickel (Akkordeon) – geben 25 Jahre nach Bandgründung ein Konzert in Herdringen.

Foto: Privat

Herdringen.  Die Sauerländer Irish-Folk-Band „Lady Godiva“ vereinigt sich 25 Jahre nach ihrer Gründung für ein Jubiläumskonzert in Herdringen.

Was aus einer Schnapsidee entstand, ist längst Kult im Sauerland: Die Musik der Irish-Folk-Band „Lady Godiva“. 25 Jahre nach ihrer Gründung geben die Musiker ein großes Jubiläumskonzert – und zwar dort, wo alles begann: in Herdringen.

„Bei unserem ersten Konzert waren wir der Pausenfüller auf dem Pfarrfest in Herdringen“, erinnert sich Schlagzeuger und Gründungsmitglied Thorsten Donner. Zwischen Blasmusik und Bratwurststand spielten sie damals ihre ersten fünf Songs, auf die Schnelle eingeübt in der Herdringer Kellerbar von Bandmitglied Christian Eickel.

„Beim Pfarrfest hat uns jemand gehört, der ein weiteres Konzert organisiert hat und bald ging es mit der Band durch die Decke“, so Donner. Es folgten vier Alben, eine Single, eine DVD, Konzerte zunächst im Sauerland, später auch auf größeren Festivals im In- und Ausland. Ab 1999 folgten die Höhepunkte in der Bandgeschichte, verbunden mit der Veröffentlichung des erfolgreichsten Albums „Red Letter Day“ im Frühjahr 2001.

Sauerländer Wurzeln

Fest verwurzelt blieb die Band aber immer im Sauerland, wo einige der Bandmitglieder als begeisterte Schützenfestgänger ihre ersten musikalischen Erfahrungen in Musikvereinen gesammelt hatten. Der spätere Bassist Carlo Hellwig etwa spielte vor der Bandgründung lediglich Tenorhorn. Eine Parallele zwischen Marschmusik auf dem Schützenfest und Irish Folk sehen die Musiker. „Tanzbar und trinkfreudig“ sollte die Musik von Lady Godiva immer sein, so Donner.

Mit ihrem Konzept kamen die Musiker an, traten unter anderem zur besten Konzertzeit auf der Hauptbühne des Punk-Festivals „Force Attack“ vor 8000 Fans auf. In dieser Zeit waren sämtliche Bandmitglieder gerade im Berufsleben angekommen, die Versuchung, sich ganz auf die Musik zu konzentrieren, gab es in diesen Hochjahren.

„Es gab tatsächlich Angebote für Plattenverträge und so weiter“, erinnert sich Schlagzeuger Donner. „Damals war Irish Folk aber absolute Nischenmusik und so etwas wie Social Media gab es noch nicht, um sich innerhalb der Szene zu vernetzen.“ Mit den heutigen Möglichkeiten hätten die Musiker es damals vielleicht tatsächlich mit einer Musikkarriere versucht.

Lampenfieber vor dem „Heimspiel“

Doch sie konzentrierten sich irgendwann auf Job und Familie, einige Musiker zog es in die Ferne. So entschieden die Männer nach einigen Veränderungen in der Band-Konstellation 2006, Lady Godiva als Geschichte zu erklären. Eine Geschichte, die zahlreiche Fans bis heute begeistert und beim Jubiläumskonzert in der Herdringer Schützenhalle noch einmal gefeiert werden soll.

Ob nach so viel Bühnenerfahrung noch Lampenfieber herrscht? „Ja!“, sagt Donner, „gerade jetzt, weil wir zuhause spielen.“ Mit Thomas Rünker, Ideengeber für Lady Godiva, als Frontmann werden die Musiker in der Besetzung des Erfolgsalbums „Red Letter Day“ ihren Zuhörern auf bekannt rockige Weise ihrem Publikum einheizen. Unterstützung dabei bekommen sie von „Collaps goes Western“.

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