Große Wiese

Kletteranlage ist eine Option bei der Planung

Arnsberg.   Stadtverwaltung Arnsberg verweist auf kommende Bestandsaufnahme im Rahmen eines großen Masterplans Sport. Bedarfe der Zukunft werden ermittelt.

Die Stadtverwaltung Arnsberg will die Machbarkeit eines Kletterturmes oder einer Kletteranlage im Areal der Großen Wiese in Hüsten prüfen.

„Wir haben auch diese Sportart auf dem Schirm“, sagt Peter Kleine aus dem Fachbereich Kultur und Sport. Grundlage aller Entscheidungen sollen aber die Ergebnisse des „Masterplans Sport“ sein.

Wie dieses Verfahren im Detail aussehen soll, steht noch etwas in den Sternen. Fakt aber ist, dass ein externes Büro den Blick auf den Bereich Sport, Freizeit und Bewegung in Arnsberg werfen wird. „Dabei geht es um eine neue Sicht auf den Sport“, sagt Peter Kleine. So gehe es nicht allein um eine ­Bestandserhebung dessen, was die Arnsberger Vereine in Sachen Sport zu bieten haben und welche Sportstätten-Kapazitäten sie dafür benötigen. „Wir wollen auch ­wissen, welche zukünftigen Entwicklungen der Sport nimmt, welche Trends aufkommen und welche Angebote dafür gemacht werden müssen“, sagt Peter Kleine, „da kommen dann auch ganz neue Sportarten in den Fokus.“ Auch solche, die bisher nicht über den Vereinssport abgebildet sind. ­Klettern, so Kleine, gehöre dazu.

Transparenz und Beteiligung

Der „Masterplan Sport“ wurde auch von Bürgermeister Ralf Bittner während seines Wahlkampfes immer wieder als ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Großen Wiese und auch des Sport- und Freizeitbereiches der Stadt genannt. Das Verfahren der Entscheidungsfindung ist noch nicht festgezurrt. Peter Kleine macht aber klar, dass es dabei um viel Transparenz, Beteiligung von Vereinen, jetzigen Sport­stätten-
nutzern und auch nicht organisierten Bürgern gehen muss. „Ich könnte mir so eine Art Werkstatt­gespräche zur Entwicklung der Großen Wiese vorstellen“, sagt er.

Die Kletterturm-Idee war zum Jahreswechsel über eine Leserbefragung unserer Zeitung zu Wünschen für die Arnsberger Zukunft aufgekommen. Den Ball nahm die Sektion Hochsauerland des Deutschen Alpenvereins direkt auf und bot seine Hilfe bei einer Umsetzung und gegebenenfalls auch eine finanzielle Beteiligung des DAV an. „Wir haben hier viele Sportkletterer im Sauerland“, sagt DAV-Sek­tionsvorsitzender Joachim Humpohl, „uns mangelt es aber an ­Klettermöglichkeiten vor Ort“. Der DAV würde eine Kletteranlage in der Großen Wiese sehr begrüßen.

Es bleiben aber Fragen: „Die Verkehrssicherheit und die Verantwortung für so eine Anlage muss geklärt werden“, weiß Peter Kleine. Er weiß aber auch, dass es – wie vom DAV auch genannt – bereits intelligente Sicherungstechniken gibt, die Kletteranlagen vor unqualifiziertem Zugang schützen.

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