Mittwochs-Interview

„Kings & Boozers“: „Rock aus dem wunderschönen Sauerland“

Thomas Rünker ist Sänger der Band Kings & Boozers – und ein Mann der ersten Stunde...Im Mittwochs-Interview stellt er sich und seine Musiker-Kollegen vor. Foto:privat

Thomas Rünker ist Sänger der Band Kings & Boozers – und ein Mann der ersten Stunde...Im Mittwochs-Interview stellt er sich und seine Musiker-Kollegen vor. Foto:privat

Arnsberg.   Die Arnsberger Band „Kings & Boozers“ präsentiert Freitag im Werler Kraftwerk Relax ihre neue CD. Sänger Thomas Rünker im Interview.

Vielen Arnsbergern sind sie noch als „Lady Godiva“ ein Begriff – inzwischen gehen sie als „Kings & Boozers“ auf Tour; brand­aktuell stehen sie am morgigen Freitag im Werler „Kraftwerk Relax“ auf der Bühne: Während der „Celtic Rock Night“ präsentiert die Band mit „Herdringer Wurzeln“ auch ihre neue CD. Im Mittwochs-Interview stellt Sänger Thomas Rünker sich und seine Jungs vor; die „Glorreichen Sieben“ des Celtic Rock.

Erzählen Sie etwas über die Entstehung der Band(s), Herdringen ist der „Stammort“?

Thomas Rünker: Kings & Boozers ist das direkte Nachfolgeprojekt der Band Lady Godiva. Als sich Lady Godiva 2006 auflöste, hat es nach rund einem Jahr „Nichtstun“ wieder in der Fingern gejuckt. Da wir unseren Proberaum noch hatten, haben wir uns einfach wieder getroffen und ein bisschen zusammen Musik gemacht. Nach ein paar Umbesetzungen und einem guten Dutzend „Bandkindern“ gibt es uns nun auch schon wieder über zehn Jahre. Die Bandmitglieder kommen nahezu alle aus Arnsberg – und ein Großteil davon wiederum kommt aus Herdringen. Wir sagen bei unseren Konzerten aber immer „aus dem wunderschönen Sauerland“. Ist einfacher zu merken...

Stellen Sie die ­Musiker kurz vor?

Kings & Boozers besteht aus den Gründungsmitgliedern von Lady Godiva: Thomas Rünker (Gesang), Christian Eickel (Akkordeon) und Thorsten Donner (Drums). Weiterhin dabei ist Jan Beckmann, der auch schon bei Lady Godiva die Gitarre gespielt hat. Lukas ­Müller ist seit Bandgründung am Bass dabei. Thomas Landsknecht (Banjo/ Mandoline) sowie Christian Kaufhold (Tin Whistle) sind die „Neuzugänge“ – und erst seit gut drei Jahren mit an Bord.

Wie kommt es zu dem Namen – und was bedeutet er?

Der Bandname Kings & Boozers bedeutet Könige und Säufer; entstammt dem Titel der zweiten CD von Lady Godiva. Wir wollten damals auf keinen Fall als Lady Godiva weitermachen, aber gleichzeitig auch unsere Wurzeln nicht verleugnen, sondern signalisieren wer wir sind, wo wir herkommen und was musikalisch von uns zu erwarten ist. Nämlich Irish Folk Punk! Daher dieser Bandname.

Sagen Sie ein paar Worte über die „Vorgängerin“ Lady Godiva?

Mit Lady Godiva haben wir 1994 im Hobbykeller unseres Akkordeonspielers quasi bei Null angefangen. Recht unbedarft an unseren Instrumenten, sind wir an die Sache ran. Wir waren gerade mal Anfang 20 und hatten Zeit , Lust und ‘ne Menge Motivation. Relativ schnell ­hatten wir dann die Möglichkeit, Konzerte zu spielen und uns eine Fanbase aufzubauen. Eins kam zum anderen, die erste CD wurde aufgenommen – und so ging es immer weiter. Schneller, höher, weiter sozusagen. Am Ende stehen vier CD’s, eine DVD, zwei Singles und rund 300 Konzerte auf dem Deckel. Vor allem aber hatten wir eine Menge Spaß, haben unglaublich viele Dinge erlebt und viele tolle Leute ge­troffen. Da könnte man stundenlang erzählen... Wir sagen immer scherzhaft: Wir waren zwölf Jahre auf Klassenfahrt. Aber irgendwann verschieben sich die Prioritäten. Job und Familie rückten langsam aber sicher in den Vordergrund. Und da war es besser zu sagen: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Aber wir hatten ja bereits ein großartiges Jubiläumskonzert zum 20sten – und wahrscheinlich werden wir auch zu unserem 25. Geburtstag wieder als Lady Godiva zusammen auf der Bühne stehen.

Welche Musik wird gespielt, werden Songs/Texte selbst geschrieben?

Wir sind seit eh und je große Freunde der irisch-keltischen Musik. Das ist die Musik, die wir immer gespielt haben und auch heute mit Kings & Boozers noch machen. Die klassische irische Instrumentierung mit Tin Whistle, Akkordeon und Mandoline kann man prima mit den bekannten Rockinstrumenten Schlagzeug, Bass und Gitarre kombinieren. Heraus kommt ein Mix, den wir Folk Punk nennen. Neben den Perlen der irischen Musik spielen wir natürlich auch eine Hand voll Lady Godiva-Hits. In den vergangenen Jahren haben wir aber wieder einige Songs selbst geschrieben. Sogar so viele, dass wir nach etlichen Jahren wieder den Weg ins Tonstudio gefunden haben und pünktlich zu unserem Konzert im Kraftwerk unsere neue CD „Still got the booze“ veröffentlichen können.

Was lieben Sie und Ihre Kollegen am meisten daran, auf der Bühne zu stehen?

Letztlich ist es das „auf der Bühne stehen“, wofür man probt und neue Songs schreibt. Man möchte es einem möglichst großen Publikum vorstellen. Das funktioniert live halt am besten. Wir haben immer versucht, aus unseren Konzerten eine Party zu machen. Wenn am Ende ­alle Beteiligten mit einem Lächeln nach Hause gehen, haben wir alles richtig gemacht. In der Regel funktioniert dieser Plan. Besonders gut übrigens, das zeigen die vergangenen beiden Jahre, im Kraftwerk in Werl. Daher unsere Empfehlung, dort am 9. März mal vorbei zu schauen. Die neue CD wird an diesem Abend erhältlich sein – und vor uns spielen unsere guten Freunde von der Ceili Family aus Hagen. Es lohnt sich also!

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik