RETTUNG

Im Hochsauerland werden Einsatzkräfte bald digital alarmiert

Digitale Alarmierung im Hochsauerlandkreis kommt. Landrat Dr. Karl Schneider (links) mit Fachbereichsleiter und Leitstellenmitarbeiten beim Start.

Foto: Polizei HSK

Digitale Alarmierung im Hochsauerlandkreis kommt. Landrat Dr. Karl Schneider (links) mit Fachbereichsleiter und Leitstellenmitarbeiten beim Start. Foto: Polizei HSK

Altkreis Brilon.  Landrat Schneider nimmt neues Meldesystem in der Leitstelle des Hochsauerlandkreises in Betrieb. 2013 bereits Beginn der Funknetzplanung.

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Landrat Dr. Karl Schneider startete in dieser Woche offiziell die sogenannte „Digitale Alarmierung“ für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Dazu war 2013 mit der Funknetzplanung begonnen worden, um geeignete Standorte zur Umsetzung des Vorhabens finden zu können. Der Landrat lobte angesichts der schwierigen topografischen Verhältnisse, die das Sauerland mit sich bringt, die gute Zusammenarbeit aller Akteure: „Mit insgesamt 74 Sendestandorten ist das im Hochsauerlandkreis errichtete Netz das bundesweit größte digitale Alarmierungsnetz eines einzelnen Kreises.

Neues System seit Dezember

Ein solches funktionierendes flächendeckendes Netz aufzubauen, war sicher keine leichte Herausforderung“, so der Landrat.

„Bereits im Dezember konnten wir den Rettungsdienst im Hochsauerlandkreis komplett auf das neue System überleiten“, so Michael Schlüter, Leiter der Leitstelle. „Auch einige Feuerwehren und Hilfsorganisationen machen schon Gebrauch von der neuen Technik, zum Beispiel die Löschzüge aus Brilon, Eslohe, Marsberg und Bestwig.

Das DRK in Meschede und Schmallenberg sind bereits digital alarmierbar. Weitere Einheiten werden folgen.

Vorteile digitaler Technik

„Innerhalb einer wesentlich kürzeren Zeit, im Vergleich zur alten, analogen Alarmierung, sind jetzt mehr Einsatzkräfte, zum Beispiel bei Kombinationseinsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst, alarmierbar“, erklärt Michael Schlüter. „Alarmmeldungen werden künftig allen Einsatzkräften in Klartext angezeigt und vorab durch die Leitstelle in dringliche oder nicht dringliche Einsatzalarme kategorisiert“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Krause.

Zudem würden die Alarmierungstexte verschlüsselt übertragen, so dass nur berechtigte Personen die datenschutzrelevanten Einsatzinformationen lesen könnten. Auch könnten zusätzliche Hinweise, beispielsweise auf besondere Gefahren an Einsatzstellen, an die eingesetzten Kräfte übertragen werden, um diese im Vorfeld zu sensibilisieren, so Krause weiter.

Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, der Rettungsdienst, die privaten Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk müssen mit der Einführung ihre Endgerätetechnik für Meldeempfänger und Sirenen umrüsten.

Günstiger als alte Geräte

„Die neuen etwa Zigarettenschachtel großen digitalen Meldeempfänger sind deutlich preisgünstiger als die alten Geräte“, erläutert Thorsten Brolle, der als Funktechniker in der Leitstelle tätig ist, „nicht zuletzt, weil eine große Ausschreibung unter Federführung des Kreises für die Meldeempfänger durchgeführt wurde, um möglichst große Stückzahlen abzufragen.“

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