Bildung

Hoher Sanierungsbedarf an Arnsberger Schulen

In der Sauerstraße wird das Gebäude Nummer 5 für die Nutzung der Johannesgrundschule umgebaut.

In der Sauerstraße wird das Gebäude Nummer 5 für die Nutzung der Johannesgrundschule umgebaut.

Foto: Hans Blossey

Arnsberg.   Johannes-Grundschule erhält mehr Platz in Gebäude Sauerstraße Nummer 5. Sauerschule muss aber keinen Raum abgeben.

Der Fahrplan steht: Die Vorgehensweise für die Umsetzung des Programms „Bildung für die Zukunft - Arnsberg investiert in Schulen 2020“ wurde von der Politik ebenso auf den Weg gebracht wie die Finanzierung neuer Maßnahmen zur Sanierung der Grundschulen (2,6 Millionen Euro) sowie der bereits beschlossenen Maßnahmen an der Sporthalle des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg, den Grundschulen Müschede, Johannes und Norbertus. Für das Paket stehen mehrere Landesfördertöpfe zur Verfügung (nähere Angaben dazu in der Infobox), die durch städtische Mittel ergänzt werden müssen, um die Infrastruktur in den Schulen der Stadt zu verbessern.

Bedarfe wurden durch umfangreiche Begehungen an allen Schulen in Trägerschaft der Stadt Arnsberg zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 ermittelt. „Es wurde festgestellt, dass die Funktion der meisten Schulräume gegeben ist“, so heißt es in einer Verwaltungsvorlage für den Rat der Stadt Arnsberg, „allerdings besteht auch bei fast allen Schulen ein Sanierungsbedarf“. Bei der Umsetzung soll nun in mehreren Schritten vorgegangen werden.

Bereits gebundene Mittel

Durch Ratsbeschlüsse schon vorher auf den Weg gebracht wurden die Sanierung der Sporthalle des Laurentianums (650.000 Euro), der Umbau des Gebäudes Sauerstraße 5 zur Nutzung für die Johannes-Grundschule Arnsberg (320.000 Euro), die Sanierung der Grundschule Norbertus (250.000 Euro) und die Sanierung der Turnhalle Müschede (170.000 Euro).

Das Grundschulpaket

Für die Sanierung aller anderen Grundschulen ist ebenfalls ein Paket geschnürt worden. Insgesamt sollen hier 2,6 Millionen Euro ausgegeben werden. Die Verteilung auf die Schulen erfolgt nach einem festen Schlüssel (50 Prozent Fläche, 50 Prozent Schülerzahlen). Auf Grundlage der Begehungen werden Sanierungen z.B. von Toiletten, Akustik und Beleuchtung, Brandschutz und Möblierung etc. vorgeschlagen. Jedoch sollen die Schulkonferenzen hier ein Wörtchen mitsprechen können.

Machbarkeitsstudie

Aus der aktuellen Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für die Grundschulen in Neheim und Hüsten sowie der schlechten Bausituation der Grimme-Hauptschule ergeben sich möglicherweise weitere Bedarfe.

Vor allem die Grimmeschule bereitet Sorgen. Hier steht eine Generalsanierung ebenso im Raum wie eine Verlagerung an den Standort Petrischule, wo die anderen Hauptschulen ausgelaufen sind. In diesem Fall soll ein externes Beratungsbüro zeitnah eine zusammenfassende Machbarkeitsstudie vorstellen.

Weiterer Sanierungsbedarf

Weiterer Sanierungsbedarf steht im Raum: Am Franz-Stock-Gymnasium, der aus den Nähten platzenden und derzeit stark nachgefragten Realschule Hüsten und der Förderschule Fröbelschule. „Kostenschätzungen liegen hier noch nicht vor“, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, „welche Fördermittel für Sanierungsmaßnahmen an diesen Schulen noch bereitstehen, kann erst nach Vorliegen des Gutachtens beurteilt werden“.

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