Hauptziel ist Wiederbelebung des Bahnhofs

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Arnsberg. Dem Versuch der Arnsberger Stadtplaner, das ehemalige Hallenbad in das Förderprogramm Stadtumbau West zu bekommenund für den Bahnhof vorgesehene Mittel dorthin umzuleiten, hatte der RP im vorigen Jahr einen Riegel vorgeschoben. ...

... Der Bahnhof und sein Umfeld hätten Vorrang,, hieß es da. Deshalb soll es dort in diesem Jahr mit drei Teilprojekten losgehen.

Bereits im Mai soll der Umbau der ehemaligen Bahnschreinerei zum Kommunikationszentrum der Feuerwehr-Historie e. V. beginnen. Geplant ist hier ein für Arnsberger und Touristen interessanter Ausstellungs- und Begegnungsort. Die Feuerwehr-Historie wird hier die Exponate des bisherigen Feuerwehrmuseums am Schlossberg und ihre sechs Großfahrzeuge zeigen. Geplante Öffnungszeiten sind 10 bis 18 Uhr an Wochenenden und Feiertagen. Bürgerschaftliche Kooperationen sind mit dem Blasorchester der Bürgerschützen, der KLAKAG und den Eisenbahnfreunden geplant. Von den Baukosten von 380 000 Euro wird der Verein 20 Prozent tragen, überwiegend durch die sogenannte Muskelhypothek, sprich Eigenleistungen.

Auch der erste Bauabschnitt der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes soll starten, um den Platz zwischen dem Bürgerzentrum im Ostflügel des Bahnhofs und dem Feuerwehr-Domizil attraktiv zu gestalten. Der heruntergekommene alte Unterstand mit Fahrradständern wird ebenso abgerissen wie die Panzerverladerampe, nur die beiden prägenden alten Bäume bleiben erhalten. Es soll ein vielfältig nutzbarer gepflasterter Platz entstehen. Die Parkplätze werden dort verschwinden und zunächst provisorisch in den Bereich des Denkmals für die Eisenbahnwerkstätte verlegt, das einen neuen Platz neben dem Kommunikationszentrum finden soll.

Der derzeit weitgehend ungenutzte Mittel- und Westteil des Bahnhofsgebäudes soll ab Sommer in einen Bürger-Bahnhof umgebaut werden. Ein heimisches Architekturbüro hat jetzt eine Entwurfsplanung vorgelegt. die Stadtplanerin Michaela Röpke im Bezirksausschuss vorstellte.

Cafe , Aufzug und wieder eine Toilette Die Bahnhofshalle soll zu einer Ausstellungshalle werden. Der Fahrkartenverkauf bleibt erhalten und kann, wenn der Betreiber es wünscht, mit einem Kiosk ergänzt werden. Auf der anderen Seite soll ein Cafe mit Bäckereibereich entstehen, das Reisende ebenso versorgt wie die im Haus untergebrachten Gruppen. Im Westflügel bleibt Platz für einen vielfältig nutzbaren großen Raum. Im künftig auch durch einen Aufzug erreichbaren Obergeschoss sollen flexibel nutzbare Seminarräume entstehen und auch ein Kreativraum. Von der Phantasiewerkstatt bis zur Seniorenakademie, von Theate- und Musikgruppen bis zu Computertreffs reichen die möglichen Nutzer. Lagerräume im Keller, endlich wieder eine Toilette im Bahnhof sowie ein neuer Außenanstrich und die Wiederherstellung historischer Fenster gehören ebenfalls zu der Gesamtinvestition von 2,17 Mio. Euro, wovon die Stadt 30 Prozent trägt.

Die Anlage eines Park&Ride-Platzes auf der Nordseite der Bahngleise und der Bau einer Brücke über die Ruhr zur Uentroper Straße sind für die Jahre 2012/13 vorgesehen.

Die Bahn selbst will im Rahmen ihre Modernisierungsoffensive in den Jahren 2014 bis 2017 rund 7,5 Millionen in die Bahnsteige investieren. Die Stadt versucht derzeit in Gesprächen mit der Bahn eine Vorverlegung dieser Investition zu erreichen, so dass der Arnsberger Bahnhof (und auch der Neheim-Hüstener) bereits zur Regionale 2013 fertig ist. Auch versucht die Stadt die Bahn noch von einer völligen Barrierefreiheit mit Aufzügen und einem Durchstich des vorhandenen Fußgängertunnels zum Park &Ride-Platz zu überzeugen.

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