Personalabbau

Gute Chancen für ehemalige BJB-Mitarbeiter auf Arbeitsmarkt

Das Neheimer BJB-Werk

Das Neheimer BJB-Werk

Foto: Blossey

Neheim.   Wegen Personalabbaus wechselten 73 BJB-Mitarbeiter zur Transfergesellschaft „Start NRW“, die gute Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt sieht.

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es gute Vermittlungschancen für 73 ehemalige BJB-Mitarbeiter, die im Zuge des BJB-Personalabbaus zum 15. Dezember 2018 zur Transfergesellschaft „Start NRW“ wechselten. Dies berichtet die Leiterin des Beschäftigtentransfers bei der „Start NRW GmbH“ in Meschede, Brigitte Henke. Als „Start NRW GmbH“ firmiert heute die frühere Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft (TraQ). Brigitte Henke betont, dass die ehemaligen Mitarbeiter der lichttechnischen Firma BJB schon jetzt beruflich gut qualifiziert seien und gute Aussichten hätten, auf einem Arbeitsmarkt, auf dem Fachkräfte gesucht würden, eine neue Stelle zu finden.

Bereits drei ehemalige BJB’ler, die zu Start NRW gewechselt seien, hätten einen neuen Arbeitsplatz in einer anderen Firma gefunden. Start NRW erhalte außerdem jede Woche Anrufe von Firmen, die sich nach ehemaligen BJB-Mitarbeitern erkundigten, erklärt Henke auf Anfrage unserer Zeitung.

Durchschnittsalter liegt bei Ende 40

Das durchschnittliche Lebensalter der 73 Mitarbeiter gibt Henke mit „Ende 40“ an, es gebe natürlich auch Mitarbeiter in der Altersklasse 50+, aber auch jüngere Beschäftigte. „Die über 50-jährigen Fachkräfte haben nicht per se schlechte Vermittlungschancen“, betont Henke. Erfahrene Kräfte würden von Firmen durchaus geschätzt. Hinzukomme auch die starke Nachfrage nach Fachkräften. „Bei unseren früheren Transfer-Maßnahmen für ehemalige BJB-Mitarbeiter konnten wir durchschnittlich 80 Prozent der Leute vermitteln“, sagt Henke und blickt für die aktuell 73 Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Vermittlungschancen optimistisch in die Zukunft.

Die 73 Mitarbeiter wechselten zum 15. Dezember 2018 für ein Jahr zur „Start NRW GmbH“, wobei sie dort (laut BJB-Sozialplan) mit 80 Prozent ihres letzten BJB-Entgelts bei Start NRW einsteigen. Wer Anfang Dezember 2018 das Angebot zum Wechsel in die Transfergesellschaft nicht annahm, musste mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen. In drei Fällen ist dies auch bei BJB passiert. 28 weitere Mitarbeiter sind durch Einstieg in die Rente oder in den Vorruhestand oder durch Aufhebungsverträge oder Eigenkündigungen aus dem Unternehmen ausgeschieden. Somit hat sich BJB in der letzten Personalabbau-Maßnahme von insgesamt 104 Mitarbeitern getrennt.

Finanzielle Absicherung

Die Aufnahme bei Start NRW bietet den Ex-BJB’lern neben der einjährigen finanziellen Absicherung bis zum 15. Dezember 2019 auch einen Schutz für den Fall, dass sie in einem vermittelten Betrieb die Probezeit nicht bestehen. „Sie fallen dann nicht ins Bodenlose, sondern können zu uns zurückkommen“, berichtet Brigitte Henke.

Die Leiterin des Beschäftigtentransfers erklärt auch das Verfahren, das die früheren BJB’ler jetzt bei Start NRW erwartet. „Für jeden einzelnen ehemaligen BJB-Mitarbeiter wird ein individueller Aktionsplan erarbeitet, der die künftigen Arbeitsplatz- und Berufswünsche berücksichtigt. Hierzu führen unsere Start-NRW-Mitarbeiter intensive Beratungsgespräche mit jedem Einzelnen“, sagt Henke. So werden zum Beispiel neue Job-Perspektiven für Konstrukteure, Techniker, Werkzeug- und Industriemechaniker, Energieelektroniker, aber auch für kaufmännische Mitarbeiter besprochen.

Zu der Frage, zu welchen (Entgelt-)Konditionen und in welcher Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsplatzort demnächst die ehemaligen Mitarbeiter in neues Arbeitsverhältnis können, dazu konnte Henke zu Beginn der jetzigen Transfermaßnahme noch nichts sagen. Dies müsse jetzt erst mal abgewartet werden. Bei früheren Transfermaßnahmen für BJB-Mitarbeiter gab es bei Vermittlung in neue Arbeitsstellen Fälle mit Abstrichen beim Monatsentgelt, aber auch Fälle, in denen es gleich blieb oder Fälle, in denen es sogar stieg.

Bewerbungstrainung und Fortbildung

Die früheren BJB-Mitarbeiter, die zum 15. Dezember 2018, zur Transfergesellschaft Start NRW wechselten, sind gut qualifizierte Fachkräftemit oftmals langjähriger BJB-Betriebszugehörigkeit und entsprechender Berufserfahrung“ - so Start NRW. Eine Weiterqualifizierung bei Start NRW könne darin bestehen, dass zum Beispiel in einem Kurs spezielles technisches Wissen, das an einem neuen Arbeitsplatz nötig ist, vermittelt wird. Es geht aber auch um Grundwissen wie das richtige Schreiben von Bewerbungen und das Verhalten bei Vorstellungsgesprächen. Betriebe, die Ex-BJB-Mitarbeitern eine neue Stelle anbieten können, können sich unter Telefon 0291 / 90222-25 bei Start NRW melden.

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