Steinweg / Alter Markt

Frohe Botschaft für Einzelhandel auf Steinweg / Alter Markt

Die neuen, deutlich höheren Straßenlaternen auf Steinweg / Alter Markt (im Vordergrund) sorgen besonders bei Anwohnern

Die neuen, deutlich höheren Straßenlaternen auf Steinweg / Alter Markt (im Vordergrund) sorgen besonders bei Anwohnern

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Die Westnetz-Arbeiten auf der Einkaufszone laufen derart zügig, dass die Baustelle bis Beginn des Weihnachtsgeschäftes abgeschlossen werden kann.

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Die gute Nachricht: Die aktuellen Arbeiten des Energieversorgers Westnetz auf Steinweg / Alter Markt werden deutlich früher beendet sein. Damit wird das Weihnachtsgeschäft des ansässigen Einzelhandels nicht behindert werden.

Dagegen stoßen die neu installierten Straßenlaternen in diesem denkmalgeschützten Bereich in Teilen des Bezirksausschusses - und vor allem in der Bevölkerung - auf Ablehnung.

Wolfgang Schomberg spielt den frühen Nikolaus

Überbringer der frohen Botschaft im Bezirksausschuss Arnsberg - um mit dem Positiven zu beginnen - war Stadtwerke-Vertreter Wolfgang Schomberg. Zwar hier nicht unbedingt zuständig, so hatte er doch die aktuellen Informationen von Westnetz in der Tasche:

„Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt auf Steinweg / Alter Markt laufen zügig und reibungslos. Und wenn das Wetter weiter mitspielt, werden die Arbeiten statt in den kalkulierten fünf Monaten in zweieinhalb Monaten beendet sein.“

„Das ist ein großer Erfolg für die Geschäftsleute“

Also Ende November und rechtzeitig zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes. „Das,“ urteilte Schomberg, „ist ein großer Erfolg für die Geschäftsleute.“ Dann werde nämlich die Baustelle komplett verlassen, so dass das weihnachtliche Ambiente der Einkaufsstraße nicht gestört werde.

„Damit wird hier bis zu Beginn des zweiten Bauabschnitts auf der anderen Seite des Straßenzugs Anfang 2019 Ruhe herrschen.“ Was Baustellen anbelangt. Ebenfalls bis Ende November sollen die Arbeiten in der Apothekenstraße abgeschlossen sein.

IG SAM setzt auf Verbesserungen für Fußgänger

Im Zuge dieser von Westnetz betriebenen Erneuerung der Hausgasanschlüsse hatte die Interessengemeinschaft Steinweg / Alter Markt (IG SAM) gefordert, die für Fußgänger schlechte Begehbarkeit der Zone und damit die Erreichbarkeit der Geschäfte nachhaltig zu verbessern.

Und zwar durch Verlegung der im mittleren Straßenbereich vorhandenen Platten direkt an die Hausfronten, um die dortige, besonderes für Senioren schwer begehbare Pflasterung zu ersetzen.

„Dafür muss auch ein Konzept erstellt werden“

Doch das, so Schomberg, sei aus verschiedensten Gründen nicht einfach mal eben so zu bewerkstelligen. „Dafür muss auch ein Konzept erstellt werden.“ Weil ein derartiges Vorgehen einen Eingriff in die Gestaltung der Straße bedeuten würde.

Stadtplaner wollen Seitenbereiche in 2019 überarbeiten

Ein solche Neukonzeptionierung könnte bereits im kommenden Jahr anlaufen, denn die Stadtplaner ließen dem Ausschuss übermitteln, dass die Seitenbereiche des gesamten Zuges von Neumarkt bis Glockenturm in 2019 planerisch überarbeitet werden sollen. Um die dabei auch zu ermittelnden Kosten in die nächsten Haushaltsberatungen einbringen zu können.

Allerdings: An den Kosten müssten sich nach dem Kommunalen Abgabegesetz die Anlieger beteiligen (weitere Forderungen der IG SAM siehe Infobox).

Neue Laternen: „Optisch tut mir das im Herzen weh“

Zur Beleuchtung: Überhaupt nicht begeistert zeigten sich Ausschussmitglieder wie Verena Vers­pohl (Grüne) sowie - im Vorfeld der Sitzung - viele Anwohner über die im Zuge der aktuellen Westnetz-Arbeiten vier neu und die zwei bereits 2017 vor dem Alten Rathaus installierten Straßenlaternen, die sich im Erscheinungsbild und durch grelleres Licht deutlich von den vorhandenen Y-Leuchten abheben.

Dazu Verena Vers­pohl in der Sitzung am Montagabend in der Mensa des Laurentianums:: „Optisch tut mir das im Herzen weh. Und ich vermisse das warme Licht.“

Neue Laternen strahlen in die Hausfenster

Neben diesem nun unansehnlichen Sammelsurium von Laternen verärgert aber auch der Leuchtkörper der neuen Laternen, der einen Meter über dem bislang vorherrschendem Niveau liegt - und damit in die Fenster der Gebäude strahlt.

Doch Wolfgang Schomberg gab im Ausschuss leichte Entwarnung und ließ „dämpfendes“ Licht am Ende des Tunnels aufscheinen:

„Der Austausch ist nur ein Notnagel“

Der kostenneutrale Austausch der vier alten Laternen gegen das neue Modell sei allein der Tatsache geschuldet, dass die alten beschädigt gewesen seien. „Der Austausch ist auf diese vier Laternen beschränkt und nur ein Notnagel. Im nächsten Jahr sehen wir weiter.“

Allerdings: „Die am Steinweg und Alter Markt installierten Y-Leuchten gibt es nicht mehr,“ erklärte Ausschussvorsitzende Marie-Theres Schennen.

Kommt möglicherweise andere Variante zum Tragen

Was letztlich bedeuten könnte, dass man entweder - um ein einheitliches Bild zu schaffen - in absehbarer Zeit komplett auf das neue, bei Trilux in Neheim gefertigte Modell umstellt oder eine ganz andere Laternenvariante zum Tragen kommt.

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